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HHLA für Seidenstraße

Hamburger Hafen will mitgestalten

HHLA-Bahntochter Metrans Foto: HHLA/Siemens

Der Hamburger Hafen wird seine Zusammenarbeit mit China bei Hinterlandverkehren und intelligenter Hafentechnologie verstärken.

Der Güterverkehr über die kontinentale Seidenstraße wachse weiter, sagte die Vorstandsvorsitzende der Hamburger Hafen und Logistik (HHLA), Angela Titzrath. Die HHLA entwickele mit ihren Kunden logistische und digitale Knotenpunkte entlang der Transportströme der Zukunft. „Entsprechend wollen und werden wir die Seidenstraßen-Initiative unternehmerisch mitgestalten“, betonte Titzrath bei einem Besuch des chinesischen Vize-Staatspräsidenten Wang Qishan im Hamburger Hafen.

Dabei wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, die die Geschäftsbeziehungen zwischen der HHLA und der Betreibergesellschaft des Hafens in Ningbo-Zhoushan vertiefen soll. Das in der ostchinesischen Provinz Zhejiang gelegene Areal ist aktuell der weltweit drittgrößte Containerhafen. Als Zentrum des europäisch-chinesischen Handels sei Hamburg ein natürlicher Knoten- und Endpunkt der kontinentalen Neuen Seidenstraße und habe sich seit einem ersten Testzug vor zehn Jahren zum bedeutendsten Hub der chinesischen Logistik- Initiative „Belt and Road“ in Deutschland entwickelt, betont die HHLA. Wöchentlich würden mehr als 200 Containerzugverbindungen zwischen Hamburg und 20 Industriezentren in China angeboten.

HHLA-Bahntochter Metrans eingebunden

Auch die HHLA-Bahntochter Metrans, als Anbieter für intermodale Containertransporte im Seehafenhinterlandverkehr in Europa, sei auf der Neuen Seidenstraße aktiv. Aktuell verkehren monatlich 30 bis 40 Züge zwischen Europa und wichtigen Wirtschaftszentren in China, darunter Changzhou, Chengdu, Xi’an und Yiwu. Die Abfertigung erfolgt über den Grenzübergang Malaszewicze/Brest an der polnisch-weißrussischen Grenze, von dort aus geht es weiter nach Polen oder direkt nach Hamburg.

Die Volksrepublik China ist mit Abstand stärkster Handelspartner der Hansestadt. Fast jeder dritte Container, der an den Terminals umgeschlagen wird, kommt aus China oder ist für die Volksrepublik bestimmt, 15 Liniendienste verbinden Hamburg mit chinesischen Häfen. Die HHLA unterhält seit mehr als 35 Jahren Geschäftsbeziehungen zu chinesischen Unternehmen wie der chinesischen Containerreederei Cosco.

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