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Hamburger Hafencity

Autonome Shuttles ergänzen ÖPNV

Foto: HEAT 2 Bilder

Künftig sind in der Hamburger Hafencity kompakte voll-autonom fahrende Elektro-Shuttles unterwegs.

12.06.2018 Markus Bauer

Das Entwicklungsprojekt Hamburg Electric Autonomous Transportantion (HEAT) soll untersuchen, wie sich autonom fahrende Kleinbusse in den realen Stadtverkehr integrieren lassen. Dazu haben die Projektpartner, unter anderem die Hamburger Hochbahn und Siemens, eigens ein Fahrzeug entwickelt. "Angebote wie HEAT setzen auf einen verbesserten Verkehrsfluss durch weniger, aber – im Gegensatz zum Privatwagen – besser ausgelastete Fahrzeuge. Zugleich sind sie lokal emissionsfrei unterwegs, was uns hilft, für eine bessere Luft und weniger Lärm zu sorgen", sagt der Hamburger Verkehrssenator Frank Horch.

Um ihre Erkenntnisse in einem sicheren Rahmen zu gewinnen, gehen die Projektpartner bei HEAT stufenweise vor. Im ersten Schritt, ab Frühjahr 2019, werden die Fahrzeuge auf einer festgelegten Strecke ohne Fahrgäste, aber mit einem professionellen Fahrzeugbegleiter unterwegs sein, der bei Bedarf eingreifen kann. Danach dürfen zusätzlich Fahrgäste an Bord, die laut Angaben der Hochbahn kostenfrei mitfahren dürfen. Bis zum IST-Weltkongress (Intelligente Verkehrssysteme) im Jahr 2021 sollen die Shuttles komplett autonom, also ohne Aufpasser in Hamburg unterwegs sein. 

16 Passagiere finden Platz

Die Shuttles wurden vom Projektpartner IAV entwickelt und sind rund fünf Meter lang, zwei Meter breit, 2,60 Meter hoch. Das Gewicht beträgt rund vier Tonnen. Im Inneren bieten die Kleinbusse Platz für 16 Fahrgäste. Zwei feste und eine klappbare Sitzbank bieten insgesamt zehn Sitzplätze. Im Bedarfsfall fasse der Bus auch einen Rollstuhl. Insgesamt planen die Partner drei solcher Busse in der Hafencity auf einer Strecke von 3,6 Kilometern auf sechs bestehenden und drei neuen Haltestellen einzusetzen. Dort sind sie dann mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und ausgerüstet mit Kameras, Radar und Lidar unterwegs. Zusätzlich ist die Fahrstrecke mit aktiver und passiver Sensorik sowie digitalen Kommunikationssystemen versehen. Außerdem überwache die Leitstelle der Hochbahn den Betrieb und kann im Notfall eingreifen. 

Die Investitionen belaufen sich auf insgesamt 5,2 Millionen Euro. Davon tragen Hamburger Behörden 2,7 Millionen Euro, die komplett vom Bundesumweltministerium gefördert werden. Die Hochbahn erhält eine weitere Million Euro aus Fördergeldern und trägt gleichzeitig weiter 1,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln. 

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