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Hafenausbau mit Container-Terminal in Köln-Godorf

Hafenbetreiber warnt vor politischem Aus

Foto: HGK

Trotz positiver Analyse und politischer Zustimmung fürchtet Hafenbetreiber GHK in Köln-Godorf nach einer Bürgerversammlung den Ausbaustopp.

Die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) sieht den geplanten Ausbau des Godorfer Hafens samt Bau und Betrieb eines Container-Terminals in Godorf als zwingend notwendig an. Bei einer Bürgerveranstaltung vergangene Woche in Köln Sürth hätten nach Angaben der HGK Politiker der Kölner Mehrheitsfraktionen von CDU und Grünen erklärt, sämtliche Planungen bezüglich eines Ausbaus des Hafens in Godorf „auch aus wirtschaftlichen Gründen formal beenden“ zu wollen. Die bisherigen Gutachten zur Wirtschaftlichkeit hätten nicht überzeugt. Beim geplanten Ausbau geht es um die nahezu quadratische Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hafenbecken.

„Das ist nachweislich falsch“, informiert dazu die HGK in einer Mitteilung und führt eine Analyse der Wirtschaftsprüfergesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PWC) von Dezember 2016 an, die zu einem positiven Ergebnis kam – sowohl in volkswirtschaftlicher, als auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht „unter Berücksichtigung verkehrlicher Auswirkungen“.

Mit dem geplanten Bau und Betrieb des Container-Terminals in Godorf komme die HGK nach eigenen Angaben den Forderungen für einen nachhaltigen und ökologischen Transport von Gütern nach. PWC prognostizierte, dass in Godorf jährlich rund 170.000 Containereinheiten umgeschlagen werden könnten – 125.000 Einheiten davon könnten vom Lkw auf das Schiff verlagert werden.

Der Hafenbetreiber habe nach einem entsprechenden Ratsbeschluss bereits Ausgleichflächen renaturieren lassen und einen finanziellen Aufwand in Höhe von acht Millionen Euro betrieben. Weiter würde der Stopp des Hafenausbaus die HGK in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung behindern. Die HGK-Gruppe beschäftigt aktuell rund 1.500 Menschen, nachdem sie die Logistikgruppe neska erworben hatte.

Die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK)

Die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) ist eine Tochtergesellschaft des Stadtwerke Köln Konzerns und hat sich zur HGK-Gruppe, einer internationalen Logistik-Holding entwickelt. Über ihre Tochter- und Beteiligungsunternehmen, darunter die HTAG Häfen und Transport und die neska Schifffahrts- und Speditionskontor GmbH, Anbieter vielfältiger Logistikdienstleistungen. Zudem verfügt die HGK über eine eigene Lok- und Waggonwerkstatt, 240 Kilometer Gleisanlagen und 65 Gleisanschlüsse. Ihre ehemaligen Geschäftsbereiche Hafenlogistik und Schienengüterverkehr hat die HGK 2012 in die Rhein Cargo übertragen, ein Joint Venture (50/50) der HGK und der Neuss Düsseldorfer Häfen. Rhein Cargo ist einer der führenden Binnenhafen-Betreiber Europas und unterhält eine der größten privaten Güterbahnen in Deutschland.

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