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György Wáberer verkauft Anteile

Waberer's gehört Finanzinvestor Mid Europa

Foto: ad hermans, DAF

Der Finanzinvestor Mid Europa Partners hat seine Anteile an Waberer‘s International von zuvor 56,8 Prozent auf jetzt 97,1 Prozent aufgestockt und damit die Kontrolle über das Unternehmen übernommen.

Das Ganze bedarf allerdings noch der Zustimmung der ungarischen Wettbewerbsbehörde.  Die Aktien stammen vom Firmengründer und bisherigen CEO György Wáberer, der sich nach 35 Jahren aus dem Geschäftsleben zurückzieht. Die Unternehmensleitung von Waberer‘s übernimmt der stellvertretende Geschäftsführer Ferenc Lajkó.

Mid Europa Partners war im Jahr 2011 bei Waberer‘s eingestiegen. Die Lkw-Flotte wurde daraufhin von rund 2.300 auf heute mehr als 3.400 aufgestockt, der Umsatz wuchs um fast 60 Prozent auf zuletzt 523 Millionen Euro. Des Weiteren wurden Niederlassungen in Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen und Großbritannien eröffnet, aus einst 4.000 wurden 6.000 Mitarbeiter. „Wir freuen uns, unsere ausgezeichnete Partnerschaft mit Mid Europa fortzusetzen und die Internationalisierung des ungarischen Champions zu beschleunigen”, der designierte Waberer‘s-Chef Lajkó. Ziel sei es, die Wachstumschancen  im europäischen Verkehrsgewerbe zu nutzen.

Mid Europa Partners verrät weder mittel- noch langfristige Pläne

Wie die mittel- und langfristigen Pläne aussehen, wird allerdings nicht verraten. Dazu heißt es seitens Mid Europa Partners schlicht: "Kein Kommentar." Und bei Waberer’s wird man auf die Pressemitteilung verwiesen.  Weil Private-Equity-Unternehmen – zu Recht oder zu Unrecht – allerdings oft der Ruf einer Heuschrecke anhaftet, lohnt ein Blick auf den Finanzinvestor.  Auf der Homepage von Mid Europa Partners. Dort bezeichnet sich das Unternehmen selbst als einen der führenden Buyout-Investoren, fokussiert auf die Wachstumsmärkte Mittel- und Osteuropas sowie die Türkei.

"Wir legen großen Wert auf verantwortungsvolles Investieren", steht dort unter der Rubrik "Responsible Investment" zu lesen. Zudem listet der Finanzinvestor eine ganze Reihe an Auszeichnungen auf.  Und tatsächlich sind keine negativen Berichte über das Private-Equity-Haus zu finden. Bleibt dennoch die Frage, wie langfristig die Pläne ausgelegt sind.

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