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Großbritannien zahlt an Frankreich

Grenzkontrolle in Calais kostet 50 Millionen

Calais Fotolia Foto: Fotolia/Andy@FatManPhoto

Großbritannien zahlt rund 50 Millionen Euro an Frankreich, damit die Sicherheit an der Kanalküste verbessert und illegale Einwanderer auf Distanz gehalten werden.

19.01.2018 Regina Weinrich

Darauf haben sich Premierministerin Theresa May und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im britischen Sandhurst verständigt. Mit dem Geld sollen weitere Zäune und Videoüberwachungsanlagen in Calais und anderen Häfen installiert und das erneute Entstehen wilder Flüchtlingscamps verhindert werden.

Seit der Räumung des Jungle genannten Camps bei Calais Ende 2016 wird Großbritannien damit Medienberichten zufolge insgesamt mehr als umgerechnet 170 Millionen Euro in Sicherheitsmaßnahmen auf dem Festland gesteckt haben. Dazu gehört eine einen Kilometer lange Betonmauer, die verhindern soll, dass Menschen in die Nähe der Straßen gelangen, auf der Lkw zum Hafen fahren.

Frankreich hat außerdem auf einem neuen Handlungsrahmen im Umgang mit Asylbewerbern bestanden. Mit dem Sandhurst-Vertrag sollen Verfahren von sechs auf einen Monat und für Kinder auf 25 Tage verkürzt werden. Nach einer der im Jahr 2003 abgeschlossen Regelung von Le Toquet werden die britischen Grenzkontrollen in Frankreich abgewickelt. Derzeit halten sich etwa 1.000 Flüchtlinge in Calais auf, darunter 70 unbegleitete Kinder.

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