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Gotthard-Tunnel soll für Güter attraktiver werden

Züge müssen ERTMS an Bord haben

Alpentransit Foto: Andreas techel

Der Gotthard-Basistunnel auf der Achse Rotterdam-Genua soll für den Gütertransport auf der Schiene attraktiver werden. Die Verkehrsminister der Anrainerstaaten waren sich bei einem Treffen auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig einig, dass dafür die grenzüberschreitende Planung und Koordination weiter verbessert werden muss. Zu den Gesprächen hatten die Schweiz und Deutschland eingeladen.

01.06.2017 Regina Weinrich

Um den vollen Nutzen des Tunnels auszuschöpfen, seien gute Angebote der Bahnunternehmen und Logistiker sowie ein enger Austausch zwischen den Behörden notwendig, betonte die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard. Gebraucht würden auch technisch-betriebliche Verbesserungen zur Interoperabilität sowie qualitativ hochstehende Angebote, wie beispielsweise Trassen. Beteiligt an dem Treffen waren neben Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auch die Minister aus Belgien, den Niederlanden und Italien mit ihren Delegationen

Die Minister wollen sich dafür einsetzen, dass der Güterkorridor mitsamt der Zubringerstrecken einheitlich mit dem Zugsicherungssystem ERTMS ausgerüstet wird. Lokomotiven können nur mit einem einheitlichen, modernen System ohne nationale Zusatzausrüstungen von Rotterdam bis nach Genua fahren. "Es ist wichtig, dass die mit der neuen Flachbahn durch die Alpen möglichen Fahrzeitgewinne auch zu einer besseren Transportqualität führen", sagte Leuthard.

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