Goodyear-Zukunftsforum

Einheitliche Telematik

Good Year " Driving Ahead" Round Table Foto: Martin Hangen

Mit Telematik wird sich die Transportbranche künftig noch mehr beschäftigen. Dies zeichnete sich auf dem Zukunftsforum von Goodyear ab.

Die Erwartungshaltung der Kunden in Sachen Telematik habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen, stellten die Teilnehmer der zweiten Veranstaltung von "Driving Ahead" während der Transport Logistic in München einhellig fest. Ins Leben gerufen hat Goodyear das Zukunftsforum, um mit Vertretern der Transportbranche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Fragen zur Entwicklung des Straßengüterverkehrs, Regularien und der Fahrzeugtechnik zu diskutieren. Das Forum knüpft an die Studie "Mobilität der Zukunft" an, die der Reifenhersteller im vergangenen Jahr europaweit durchführte.

Komplexe Auswertung der Daten

Eine anwenderfreundlichere und transparentere Telematik wünscht sich Heribert Bucher, Eigentümer des gleichnamigen Transportunternehmens mit Sitz in Alpnach Dorf in der Zentralschweiz. Vor allem die Auswertung der Daten sei mittlerweile sehr komplex.

Nicht kompatible Hard- und Software

Einen zu großen Aufwand für das Erheben und Vergleichen der Daten bemängelt auch Jochen Wattaul von der Geschäftsleitung des Transportunternehmens Anton Wattaul im niederöstereichischen Pöchlarn: "Derzeit sind wir mit einem bunten Potpourri an unterschiedlicher Hard- und Software aufgestellt, die nicht miteinander kompatibel ist. Wir verfügen allein über jeweils zig Login-Dateien", sagte Wattaul.

Elektronische Archivierung

Heinrich Grieshaber, Geschäftsführer der Grieshaber Logistik in Weingarten bei Ravensburg, nutzt ein einheitliches System: "Die Software kann in allen Fahrzeugen herstellerunabhängig eingesetzt werden." Für besonders wichtig hält er die elektronische Archivierung: "Auf diese Weise haben wir alle Unterlagen jeder Zeit überall verfügbar. Das spart bei Rückfragen Zeit und Geld."

Echte Vergleichbarkeit

Eine anwenderspezifische, einheitliche Telematik entwickelt derzeit Jochen Wattaul zusammen mit dem österreichischen Softwarespezialisten Plan.net Austria. "Wir werden  echte Datenvergleichbarkeit herstellen können und die Daten auch kundenspezifisch aufbereiten", erklärte Wattaul.

Interpretation der Daten

Damit ließen sich völlig neue Erkenntnisse zum Beispiel bezogen auf Verbrauch, Fahrweise, Einhaltung der Lenkzeiten und Warenverfolgung gewinnen. Die Software soll bis September 2015 marktreif sein. Nicht noch mehr Daten zu produzieren, sondern die Masse der Daten so zu interpretieren, dass für das Unternehmen ein Nutzen entstehe, sei die Herausforderung, so die Überzeugung Wattauls.

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