Goodyear/Meyer Logistik

Innovationen vom Antrieb bis zum Reifen

Foto: Meyer Logistik

Wer bei technischen Entwicklungen heute nicht schritt hält, wird morgen der Konkurrenz hinterherlaufen. Deshalb ist das Thema Innovation fest in den Unternehmensgenen von Meyer Logistik verankert.

Trotz der inzwischen 70-jährigen Unternehmensgeschichte ist Meyer-Logistik nach Ansicht Matthias Strehl, operativer Geschäftsführer von Meyer Logistik ein aufregendes Unternehmen geblieben. Vor allem weil das Unternehmen trotz seiner immer versucht hat am Puls der Zeit zu bleiben. Derzeit hat der Logistiker aus dem hessischen Friedrichsdorf in Deutschland 1.200 ziehende Einheiten in seinem Fuhrpark. Im Ausland kommen laut Strehl noch einmal 200 weitere Lkw hinzu. Dabei handelt es sich konsequent um betriebseigene Fahrzeuge. „Das ist unsere Philosophie von Anfang an“, berichtet Strehl. Seiner Meinung nach ist Meyer-Logistik so besser aufgestellt und es biete den Vorteil, dass neue Technologien dadurch leichter implementiert werden können.

Foto: Agentur Mainblick
Im Gespräch (v.l.): Dirk Menzel (Goodyear-Verkaufsleiter Proactive Solutions), Thomas Scheffler (Key-Account-Manager Goodyear) und Matthias Strehl (Geschäftsführer Meyer Logistik).

Meyer Logistik setzt auf technische Innovationen

„Dass wir mitunter durch den Einsatz modernster Technik groß geworden sind, macht uns auch ein Stück weit stolz“, erklärt Strehl, denn Meyer Logistik habe stets das Bestreben gehabt in diesem Bereich immer ganz vorne mitzuspielen. Ein Beleg dafür ist, dass der Logistiker eines der ersten deutschen Transportunternehmen war, das auf alternative Antriebstechnologien setzte – angefangen mit dem Einsatz der ersten Hybrid-Lkw. Derzeit hat das Unternehmen zwei vollelektrische Lkw im Einsatz, die derzeit in Berlin unterwegs sind. Bei den beiden Fahrzeugen vom Typ E-Force One handelt es sich nach eigenen Angaben um die ersten 18-Tonner, die in Deutschland im Regelbetrieb im Einsatz sind. Ende 2018 nahm ein vollelektrischer Mercedes-Benz eActros seinen Testbetrieb in Hamburg auf. Auch am Scania-Forschungsprojekt Oberleitungs-Lkw ist Meyer-Logistik beteiligt. Ebenfalls im Einsatz: 28 mit Flüssiggas (LNG) angetriebene Sattelzüge vom Typ Iveco Stralis XP, für dessen Betrieb Meyer Logistik in Kooperation mit dem LNG-Lieferanten Liqvis sogar eine eigene Tankstelle in Berlin bauen ließ. „Wir sind offen für neue Technologien und testen vieles für uns aus. Derzeit warten wir noch auf den Brennstoffzellen-Lkw. Nur so können wir unsere Erfahrungen machen und nicht nur mit der Politik und den OEM’s mitreden, sondern die Zukunft am Ende auch aktiv mitgestalten“, erklärt der passionierte Audi-e-Tron-Fahrer Strehl. Immer vor dem Hintergrund, durch diesen Einsatz am Ende auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu haben.

Nutzfahrzeug-Reifen in der TCO-Betrachtung

Diesen Ansatz verfolge Meyer Logistik auch bei der Implementierung des Reifenservice-Konzeptes Goodyear Total Mobility. „Wir haben begonnen den Reifen einer TCO-Betrachtung zu unterziehen“, erklärt Strehl den Wechsel des Reifenpartners hin zu Goodyear. „Hinzu kommt, dass wir das Thema Personal als eine für uns zentrale Strategie sehen. Deshalb waren wir auf der Suche nach einer Lösung, die unsere Mitarbeiter im operativen Geschäft entlastet“, ergänzt Christopher Steyer, Leiter Fuhrpark- und Projektmanagement bei Meyer Logistik. „Wir suchten eine Reifenlösung, die unseren Fahrern ein hohes Maß an Sicherheit bieten und ihn zugleich bestmöglich entlasten“, berichtet Steyer. Dabei sei nicht nur der Premiumreifen im Fokus gestanden. Bei Meyer Logistik hat man sich für Reifen der Serie Kmax entschieden. Die jüngste Generation der Reifenserie, der Kmax Gen-2, überzeugt mit einer hohen Laufleistung und eignet sich vor allem für Flotten im Regionalverkehr. Auch Dienstleistungen wie die Reifenfülldrucküberwachung (RDKS) sowie die digitale Transformation der dadurch gesammelten Daten konnten Meyer Logistik überzeugen.

Foto: Agentur Mainblick
Christopher Steyer, Leiter Fuhrpark- und Projektmanagement bei Meyer Logistik bei der Fuhrparkinspektion.

Goodyear Total Mobility liefert alles aus einer Hand

Seit April 2019 setzt Meyer Logistik auf das Serviceangebot Goodyear Total Mobility. Über 400 Trailer und Anhänger wurden von Goodyear inzwischen mit Reifen, RDKS-Sensoren und Transmitterbox ausgestattet. „Die Umrüstung ist ein kontinuierlicher Prozess. Derzeit mache man erste Erfahrungen damit“, sagt Strehl. Eine der Stärken des Systems zeige sich seiner Meinung nach vor allem darin, dass alle Service-Bausteine von Goodyear Total Mobility aus einer Hand kommen. Zudem kann durch das bereits verbaute RDKS schon frühzeitig erkannt werden, welcher Reifen an welchem Fahrzeug ausfallen könnte. „So lassen sich mögliche Ausfallszenarien proaktiv erkannt und Instandsetzungen zeitnah geplant werden“, ergänzt Steyer.

Goodyear Proactive Solutions sichert temperaturgeführte Transporte

Besonders beim temperaturgeführten Transport bietet die Reifendruckkontrolle deshalb große Vorteile. „Durch die zentrale Fuhrparksteuerung haben wir die Fahrzeuge einfach viel besser im Blick“, erklärt Strehl. Dabei sei weniger das einzelne Fahrzeug ausschlaggebend, sondern die gesamte Flotte und das ziehe – mit Blick auf den Spritverbrauch und den Reifenabrieb - einen nachhaltigen Kosteneffekt nach sich. Doch auch der Ausfall eines Einzelfahrzeugs hätte zum Teil gravierende finanzielle Konsequenzen. „Wenn ein Lebensmitteltransport liegen bleibt, generieren wir keinen Umsatz, den wir unseren weiterlaufenden Fixkosten entgegenstellen können“, erklärt Strehl den Worst Case. Zudem habe Meyer Logistik eine Verpflichtung gegenüber ihren Kunden, der in einem fest definierten Zeitfenster beliefert werden will. Wenn der Kunde keine eigenen Ressourcen auf dem Betriebshof stehen habe, müsse er sich einen Subunternehmer suchen, der zur Sicherstellung der Kühlkette die Waren umladen muss, um die Tour zu Ende zu fahren. „Die dadurch entstehenden Kosten werden dann anschließend der Meyer Logistik in Rechnung gestellt“, berichtet Strehl.

Foto: Knut Zimmer
Reifendrücke auf einen Blick: Christopher Steyer hat mit dem Goodyear-Reporting seine Flotte im Griff.

Den Fuhrpark im Blick

Damit solche Kosten gar nicht erst entstehen, setzt Steyer auf die App von Goodyear Proactive Solutions. Diese versorgt den Fuhrparkleiter direkt mit Push-Nachrichten, sobald ein Fahrzeug der Flotte einen schleichenden Luftdruckverlust hat oder die Temperatur des Reifens zu hoch ist. „Zudem erhalten wir täglich um sechs Uhr morgens ein E-Mail-Reporting über den aktuellen Reifen-Status-Quo der Flotte, das anschaulich darstellt, welche Fahrzeuge wir im Blick halten müssen“, berichtet Steyer aus der Praxis. „In der Tat hatten wir sogar auch schon einige Fälle, in denen uns Goodyear Proactive Solutions rechtzeitig vor einem möglichen Ausfall gewarnt hat“, erinnert sich Steyer. In einem speziellen Fall konnte sogar eine defekte Felge identifiziert werden, ein Schaden, der selbst bei ordnungsgemäßer Abfahrtskontrolle durch den Fahrer nicht zu identifizieren ist.

Der nächste Entwicklungsschritt sei deshalb auch schon in Planung, nämlich die digitale Anknüpfung von Goodyear Proactive Solutions an das hauseigene Flottenmanagementsystem. Denn in der rasant fortschreitenden Digitalisierung sehen Strehl und Steyer, neben der Entwicklung neuer Antriebskonzepte, die nächste technologische Entwicklung, die die Zukunft der Logistik nachhaltig verändern wird. Und auch hier will Meyer Logistik nach Ansicht der beiden Transportprofis künftig schritthalten.

Foto: Goodyear
Goodyear Total Mobility basiert auf drei Modulen.

Goodyear Total Mobility

Mit „Goodyear Total Mobility“ bietet der Reifenhersteller seinen Nfz-Flottenkunden ein Mobilitätskonzept, das hilft, die Gesamtbetriebskosten eines Fuhrparks zu senken. Es besteht aus drei Modulen: das Vollsortiment an Nutzfahrzeugreifen, Lösungen für das Reifen- und Flottenmanagement sowie das Goodyear-Servicenetzwerk.

Modul „Lösungen“:

Der Baustein für Lösungen umfasst „Goodyear Proactive Solutions“, Fleet-Online-Solutions und die Pannenhilfe-Hotline „Serviceline 24h“ sowie die Runderneuerung von Lkw-Reifen (Multi-Leben-Konzept).

Goodyear Proactive Solutions bietet zwei Möglichkeiten zur Reifendruckkontrolle:

Das Goodyear TPMS (Tire Pressure Monitoring System) ist eine prädiktiv arbeitende Lösung, die es ermöglicht, potenzielle Probleme vor einem reifenbedingten Fahrzeugausfall zu erkennen. Goodyear TPMS arbeitet mit Sensoren, die auf der Felge angebracht werden. Sie erfassen und überwachen unter anderem Reifendruck und Temperatur. Die Daten werden über eine im Fahrzeug montierte Telematikbox über das Mobilfunknetz an den Goodyear-Server übertragen. Dort werden sie mittels der patentierten Analysetechnologie „G-Predict“ von Goodyear analysiert und der Flottenmanager kann sich in Echtzeit auf einem Internet-Webportal oder auf mobilen Apps über den Zustand seiner Reifen informieren. Eine Track-and-Trace-Funktion ermöglicht die Standortbestimmung.

Außerdem bietet Goodyear den Drive-Over-Reader (DOR) an. Dieser arbeitet auf Basis von im Boden montierten Sensorplatten, die Reifendruck, Restprofiltiefe, Achslast und Gesamtgewicht erfassen, wenn das Fahrzeug über die Messplatte fährt. Bei dieser Lösung ist kein Sensor im Fahrzeug nötig. Die Berichte des Drive-Over-Reader können vor Ort auf einem Display abgelesen werden uns sind über ein Online-Portal im Büro abrufbar.

Service-Line-24h verspricht Sofort-Hilfe bei Reifenpannen, rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Die Mitarbeiter nehmen Notrufe über eine Hotline oder die SL24h App entgegen.

Unter „Multi-Leben-Konzept“ versteht der Hersteller folgenden Kreislauf: Ist das Profil eines Reifens abgefahren, wird er zunächst nachgeschnitten, später runderneuert und dann ein zweites Mal nachgeschnitten. Im Allgemeinen kann eine Flotte die Kilometerleistung ihrer Lkw-Reifen um ca. 25 Prozent steigern, wenn sie das Mulit-Leben-Konzept mit Nachschneiden konsequent umsetzt.

Das Modul „Lösungen“ wird komplettiert durch „Fleet-Online-Solutions“, einer Online-Plattform für das Reifenmanagement durch den Fachhandel.

Modul Services:

Truck-Force ist das auf Lkw-Reifen spezialisierte Service-Netzwerk. Es bietet vorbeugende Wartungsmaßnahmen wie Flotteninspektionen, Neureifenangebote, Nachschneiden, Runderneuern und Pannenhilfe.

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