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Gewerblicher Straßengüterverkehr

BGL: Geschäftslage rückläufig

Lkw und Pkw auf einer Autobahn Foto: Alev Atas/ETM

Die Lage in der Transportlogistik zeigte sich laut BGL im dritten Quartal 2018 schwächer verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) befragte für seine Konjunkturanalyse über das dritte Quartal 2018 insgesamt 396 Unternehmen. 280 (70,7 Prozent) antworteten. Der Geschäftslage-Saldo, das heißt der Durchschnitt aus Umsatz- und Betriebsergebnis-Saldo, fiel gegenüber dem Vorquartal von 11,5 auf fünf Prozentpunkte.

Umsätze rückläufig

Der Umsatz-Saldo fiel im dritten Quartal 2018 von plus 22,5 Prozent im zweiten Quartal 2018 auf jetzt plus 14,5 Prozent. Im Berichtsquartal waren die Umsätze bei 24,5 Prozent (nach 32 Prozent im Vorquartal) der befragten Unternehmen gestiegen; gefallen waren sie – nach neun Prozent im Vorquartal – bei zehn Prozent. Im gleichen Vorjahresquartal lag der Wert des Umsatz-Saldos bei plus 20,5 Prozent.

Betriebsergebnisse gingen zurück

Der Betriebsergebnis-Saldo sank im dritten Quartal 2018 von 0,5 Prozent auf minus 4,5 Prozent. Nach 17,5 Prozent im Vorquartal bewerteten im Berichtsquartal 14 Prozent der befragten Unternehmen ihr Betriebsergebnis als gut und 18,5 Prozent – nach 17,5 Prozent im Vorquartal – als schlecht. Im gleichen Vorjahresquartal lag dieser Saldo noch bei plus sechs Prozent.

Kosten steigen

Der Saldo der Gesamtkostenentwicklung stieg im dritten Quartal 2018 von plus 72,5 Prozent im Vorquartal auf jetzt plus 83 Prozent und damit auf den höchsten Wert seit dem ersten Quartal 2011. Dabei stiegen der Anteil der Betriebe mit gestiegenen Gesamtkosten von 73,5 Prozent auf 83,5 Prozent, der Anteil der Betriebe mit gesunkenen Gesamtkosten sank von 1,5 Prozent auf 0,5 Prozent. Höhere Personalkosten verzeichneten 59 Prozent (im Vorquartal 63,5 Prozent), ebenfalls 59 Prozent (im Vorquartal 52,5 Prozent) gestiegene Fahrzeugkosten und 88,5 Prozent (im Vorquartal 75 Prozent) erhöhte Dieselkosten.

Fahrzeugauslastung ging zurück

Im dritten Quartal 2018 fiel der Fahrzeugauslastungs-Saldo von plus 18 Prozent im Vorquartal auf plus 11,5 Prozent. Bei 17 Prozent der befragten Unternehmen war die Auslastung im Vergleich zum Vorquartal gestiegen (im zweiten Quartal bei 23,5 Prozent), gesunken war sie stattdessen bei sechs Prozent (im Vorquartal bei 5,5 Prozent). Im gleichen Vorjahresquartal lag dieser Saldo noch bei plus 22 Prozent.

Fahrpersonalbestand im Sinkflug

Im dritten Quartal 2018 sank der Fahrpersonalbestands-Saldo gegenüber dem Vorquartal von minus 0,5 Prozent auf minus 1,5 Prozent. 13,5 Prozent der befragten Betriebe (im zweiten Quartal: 16 Prozent) erhöhten ihren Fahrpersonalbestand gegenüber dem Vorquartal, 14,5 Prozent – nach 16,5 Prozent im Vorquartal – verringerten ihn. Im gleichen Vorjahresquartal lag dieser Saldo bei minus 0,5 Prozent. Für das dem Berichtsquartal folgende Halbjahr sank der Prognose-Saldo zur Fahrpersonalbestandsentwicklung von plus plus 1,5 Prozent im Vorquartal auf jetzt – zwei Prozent. 12 Prozent (im zweiten Quartal: 10,5 Prozent) der Unternehmen planten, zusätzliche Fahrer einzustellen. Fahrpersonal abbauen wollten dagegen 13,5 Prozent – nach neun Prozent im Vorquartal. Der Referenzwert im Vorjahr für diesen Prognose-Saldo betrug plus zwei Prozent.

Fuhrparkkapazität im Minus

Der Fuhrparkkapazitätssaldo ging im dritten Quartal 2018 von plus 1,5 Prozent auf null Prozent zurück. 8,5 Prozent (im Vorquartal 10,5 Prozent) der Unternehmen gaben an, ihre Fuhrparkkapazität gegenüber dem Vorquartal erhöht und ebenso 8,5 (im Vorquartal neun Prozent) diese verringert zu haben. Im gleichen Quartal des Vorjahres lag dieser Saldo noch bei plus acht Prozent. Der Saldo der Fuhrparkkapazitäts-Prognose für das dem Berichtsquartal folgende Halbjahr fiel von plus 0,5 Prozent im Vorquartal auf jetzt – zwei Prozent. 7,5 Prozent (im Vorquartal 8,5 Prozent) aller Unternehmen planten die Erhöhung ihrer Fuhrparkkapazität, während 9,5 Prozent (im Vorquartal acht Prozent) eine Reduzierung vorsahen. Vor Jahresfrist lag dieser Wert bei plus ein Prozent.

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