Framo legt Kapazitäten auf 250 Lkw aus

Elektro-Lkw-Bauer Framo meldet hohe Nachfrage

Foto: Thomas Küppers

Das Interesse an Elektro-Lkw wächst. Dem Lkw-Umrüster Framo liegen zurzeit Anfragen für mehrere 100 Fahrzeuge vor.

Immer mehr Unternehmen aus der Transport- und Logistikbranche prüfen den Einsatz von Elektro-Lkw in ihren Flotten. Das zeigt sich an der hohen Nachfrage nach mittelschweren und schweren E-Lkw beim Fahrzeugumrüster Framo. „Uns liegen Anfragen für mehrere 100 Fahrzeuge vor. Daraus kommen Schritt für Schritt Aufträge“, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Andy Illgen, der das Unternehmen vor vier Jahren gegründet hatte, im Gespräch mit der Fachzeitschrift trans aktuell (Vorabfassung, ausführliches Interview folgt).

„Wir erhalten täglich Anfragen aus verschiedenen Logistikbereichen“, ergänzt er. Das Spektrum reiche von der Automobil- über die Lebensmittellogistik bis hin zur Stadtbelieferung, von 7,5 bis 44 Tonnen. Den Kep-Bereich lässt Framo außen vor, hier gebe es schon genügend Angebote der etablierten Hersteller. „Was sehr stark anzieht, ist die Nachfrage von kommunalen Fuhrparks, etwa im Bereich Müllfahrzeuge.“ Die Anfragen kämen aus ganz Europa, sogar aus Asien und Südamerika. Framo wird auch auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge in Hannover ausstellen (Halle 13, Stand C15) und voraussichtlich mit vier Fahrzeugen dort vertreten sein.

Foto: Thomas Küppers
Framo-Geschäftsführer Andy Illgen ist mit seinem Unternehmen erneut auch auf der IAA in Hannover vertreten.

Aufgrund der hohen Nachfrage hat Framo die Zahl der Mitarbeiter und die Produktionskapazitäten ausgebaut. Das Wachstum verlaufe exponentiell. „Aktuell beschäftigt Framo 38 Mitarbeiter, im Schnitt kommen jeden Monat zwei bis drei dazu“, berichtet Illgen. Im Frühjahr ist sein Unternehmen von Langenbernsdorf in Sachsen ins etwa 20 Kilometer entfernte Löbichau in Thüringen gezogen. Dort stehen Framo 3.600 Quadratmeter Produktionsfläche und 1.000 Quadratmeter an Büros zur Verfügung.

„In Löbichau haben wir die Kapazitäten geschaffen, um ab 2019 theoretisch 250 Fahrzeuge pro Jahr zu fertigen“, berichtet der Unternehmer. Aktuell hat er 25 Fahrzeuge in verschiedenen Bereichen im Markt, unter anderem bei den Logistikdienstleistern DB Schenker, Schnellecke und der Scherm-Gruppe.

Kapazitäten bei Framo auf 250 Lkw im Jahr ausgelegt

Die Unternehmen verlangten Antworten auf die Themen Lärm und Emissionen, sagt Andy Illgen. „Einige Unternehmer haben auch einfach die Nase voll, weil von den großen Häusern nichts kommt und sie dort nicht gehört werden.“ Spezialität von Framo sei die Kleinserienfertigung und Komplettlösungen aus Fahrzeug, Batterie, Ladetechnik und Service, die auf den spezifischen Logistikprozess zugeschnitten sind.

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