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Fourkites-Studie deckt auf

Fehlende Transparenz ist Hemmschuh

Digitalisierung beim Lkw-Fahrer Foto: Buntiam/iStock - FourKites

Nicht nur der Arbeitskräftemangel und Hafenstörungen lähmen die Lieferkette. Fourkites sieht auch mangelnde Digitalisierung als Ursache für die Probleme.

Fourkites, eine der weltweit führenden Plattformen für Lieferkettentransparenz, hat gemeinsam mit der Nachrichtenagentur Reuters die Supply Chain in Europa unter die Lupe genommen. Dazu befragten die Studienverantwortlichen mehr als 450 Logistikunternehmen.

Corona entpuppt sich als Treiber der Digitalisierung

Die Studie „Stand der Europäischen Lieferkette: Report zu Logistik, Nachhaltigkeit und Visibilität 2022“ zeigt auf, dass die hohe Nachfrage, Arbeitskräftemangel, Hafenstörungen und Kapazitätsengpässe die Einführung von Lösungen zur Transparenz der Lieferkette in ganz Europa beschleunigt haben. Doch obwohl viele Unternehmen neue digitale Praktiken eingeführt haben, gaben dem Bericht zufolge mehr als 60 Prozent der europäischen Unternehmen zu, nur langsam auf sich ändernde Trends bei Logistiktechnologien zu reagieren.

Mit der Nachverfolgbarkeit ist es nicht weit her

Mehr als die Hälfte aller Befragten nutzt derzeit Lösungen zur Lieferkettentransparenz, aber ein Drittel hat Schwierigkeiten, datengesteuerte Prozesse wie Prognosen, Wareneingang und Personaleinteilung zu verbessern. Die Mehrheit der Befragten (67 Prozent) nannte durchgehende Nachverfolgbarkeit der Fracht als ihre größte Herausforderung beim Warentransport. Für mehr als die Hälfte der Befragten zählen wiederum Carrier, die mit ungenauen ETAs (Estimated Time of Arrival) arbeiten, als ein anhaltendes Problem.

Unterschied Großbritannien, Deutschland und Niederlande

In Großbritannien förderte die Studie ein relativ einheitliches Bild zutage: 71 Prozent der Befragtendaben die durchgehende Nachverfolgbarkeit der Fracht, Beziehungen zu Spediteuren und die Verweildauer als ihre größten Probleme an. In den Niederlanden wiederum erklärten 75 Prozent der Einzelhändler und Hersteller an, ihr größtes Problem seien die Beziehungen zu den Transportunternehmen. In Deutschland wiederum haben buchstäblich alle Befragten Schwierigkeiten dabei, eine durchgängige Nachverfolgbarkeit ihrer Fracht zu gewährleisten.

Unterschiede bei den Transportmitteln

Auch das am häufigsten genutzte Transportmittel ist europaweit sehr unterschiedlich: 63 Prozent der britischen Befragten nannten Lkw-Komplettladungen als Mittel der Wahl, während 80 Prozent der niederländischen Befragten Lkw-Teilladungen verwenden. Die deutschen Unternehmen wiederum setzten auf alle Beförderungsarten. Kurios: 100 Prozent nutzen hier Luftfracht nicht nur im Aus- sondern auch im Inland, allen Nachhaltigkeitsbestrebungen zum Trotz.

Die Nachhaltigkeit und die Probleme damit

Die Umfrage zeigt auch, dass sich führende Unternehmen der Lieferkette über die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit bewusst sind. Mehr als 80 Prozent gaben an, ihr Engagement für Nachhaltigkeit entweder konstant zu halten (44 Prozent) oder zu erhöhen (40 Prozent). Hierbei waren die beiden wichtigsten Nachhaltigkeitsziele die Reduzierung der CO2-Emissionen beim Transport (39 Prozent) und in der Herstellung (31 Prozent), sowie die Reduzierung nicht erneuerbarer Verpackungsmaterialien (31 Prozent). Mehr als ein Viertel der Befragten gab allerdings auch an, dass der Fokus auf Nachhaltigkeit über die gesamte Lieferkette hinweg mit Herausforderungen bei der Modernisierung ihres Fuhrparks verbunden sei.

Henkel nutzt Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit

Dass die Digitalisierung auch eine direkte Auswirkung auf das Thema Nachhaltigkeit hat, zeigt sich laut Fourkites am Beispiel ihres Referenzkunden Henkel: „Wir verwenden Daten zur Lieferkettentransparenz, um besser zu verstehen, wo innerhalb der Lieferkette verschwenderisch gearbeitet wird – zum Beispiel, um Leerfahrten zu identifizieren“, erklärt Paul Avampato, Head of International Logistics bei Henkel. „Wir glauben, dass wir durch die Reduzierung der Verweilzeit das Netzwerk optimieren können. Je mehr wir die Verweildauer verkürzen, desto weniger Lkw müssen wir losschicken."

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