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Forschungsprojekt von Fraunhofer LBF

Transformers pusht konfigurierbare Lkw

Für den Güterverkehr der Zukunft hat das EU-Projekt Transformers zwei Lösungen für den Lkw erarbeitet: Ein Hybrid-Antribe und die Anpassung der Anhänger-Architektur sollen den Kraftstoff-Verbrauch um 25 Prozent senken.

04.09.2018 Ilona Jüngst

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat im Rahmen der Zusammenarbeit eine Sensorik zur Ladevolumenmessung sowie ein Batteriegehäuse zur Versorgung eines elektrischen Hilfsantriebes im Trailer entwickelt. Die Transformers-Trailer ermöglichen demnach eine Reduktion des Kraftstoffverbrauchs um bis zu 25 Prozent, insbesondere für palettierte Waren.

Absenkbares Dach verringert Luftwiderstand

Im Rahmen des modularen Ansatzes für den Lkw setzt das Projekt auf einen Load-Optimization-Trailer von Van Eck, der über eine elektrische Dachhöhenverstellung, einen Ladevolumensensor und ein Double-Floor-System verfügt. Ist beispielsweise die zulässige Gesamtmasse des Aufliegers erreicht, ohne dass sein Volumen voll ausgenutzt wird, so lässt sich das Dach absenken, um den Luftwiderstand zu reduzieren.

Die jeweils aktuelle Ausnutzung des Ladevolumens ermittelt das vom Fraunhofer LBF entwickelte Sensorsystem zur Messung der Ladungshöhe. Laut einer Mitteilung des Fraunhofer LBF ähnelt die Sensorik einem Park Distance Control System (Einparkhilfe): Um die Ladungshöhe zu messen, senden die Module einen Ultraschallimpuls aus, und die Zeit bis zum Empfang eines reflektierten Signals wird gemessen. Aus der Laufzeitmessung resultiert der Abstand zum nächsten reflektierenden Objekt und aus der Dachhöhe über dem Ladeboden sowie dem gemessenen Abstand ergibt sich anschließend die Ladungshöhe unterhalb des Sensors.

Ist die zulässige Gesamtmasse hingegen noch nicht erreicht, können mit Hilfe des Double-Floor-Systems Paletten übereinander verladen werden, um die maximale Ladungshöhe voll auszunutzen und damit die Transporteffizienz zu erhöhen.

Hybrid-on-Demand Antrieb mit Energierekuperation

Auch der Hybrid-on-Demand-Trailer von Schmitz Cargobull verfügt laut der Mitteilung über eine manuelle Dachhöhenverstellung und einen Hybrid-on-Demand Antrieb mit Energierekuperation. Ähnlich wie beim Load-Optimization-Trailer lässt sich die Dachhöhe des Trailers an die tatsächliche Ladungshöhe anpassen, um den Luftwiderstand zu reduzieren. Als sogenanntes Hybrid-on-Demand-System sorgt der im Auflieger installierte, elektrische Antriebsstrang für kurzfristig verfügbare Zusatzleistung, beispielweise für das Überwinden von Steigungen oder beim Anfahren. Genauso kann auf Gefällstrecken verlorene Bremsenergie zurückgewonnen werden. Die Batterie mit der dazu gehörenden Leistungselektronik sowie dem notwendigen Kühlsystem muss im Fahrbetrieb sicher am Unterboden des Aufliegers befestigt sein und im harten Alltagseinsatz vor den Einwirkungen der Umgebungsbedingungen wie etwa Steinschlag geschützt werden. Das dazu notwendige robuste Gehäuse ist am Fraunhofer LBF konstruiert und ausgelegt worden.

Das Transformers-Konsortium besteht aus den Partnern Volvo, Bosch, DAF, Fehrl, Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI), Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF), IFSTTAR, Uniresearch, IRU Projects, P&G, Schmitz Cargobull, TNO, Van Eck und Virtual Vehicle Competence Center.

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