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Forschungsprojekt

Scania liefert Lkw für eHighways

Scania Foto: Dan Boman

Scania liefert die Lkw für das Forschungsprojekt "eHighways", an dem sich auch die Bundesregierung beteiligt. Volkswagen und Siemens entwickeln die Technologie. Scania stellt die Elektro-Hybrid-Fernverkehrs-Lkw zur Verfügung.

25.05.2018 Ralf Lanzinger

Bei dem Forschungsprojekt „Lkw für deutsche eHighways” handelt es sich um die erste Phase vor der Inbetriebnahme von drei Teststrecken auf öffentlichen Straßen in Deutschland, bei denen Oberleitungen den nötigen Strom bereitstellen werden. Ziel des Forschungsprojekts ist die Senkung des CO2-Ausstoßes durch schwere Nutzfahrzeuge im Fernverkehr.

In den Jahren 2019 und 2020 sollen elektrisch betriebene Lkw auf drei eHighways in Deutschland getestet werden. Das Projekt wird von der deutschen Regierung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB) mitfinanziert und gefördert.

Eine Teststrecke wird in Schleswig-Holstein auf der A1 in der Nähe von Lübeck gebaut, eine weitere in Hessen auf der A5 südlich von Frankfurt und eine dritte in Baden-Württemberg auf der B462.

Nachhaltiges Transportsystem als Ziel
"Für den Fernverkehr sieht Scania in elektrifizierten Straßen eine der vielversprechenden Technologien für eine nachhaltige Zukunft im Transportwesen. Die Elektrifizierung von Fahrzeugen kommt schnell voran und wird – dank ihrer Vorteile im Hinblick auf Umwelt, Gesellschaft und Kostensenkung – entscheidend zur Wende hin zu einem Transportsystem ganz ohne fossile Brennstoffe beitragen", so Claes Erixon, Executive Vice President für Forschung und Entwicklung bei Scania.

Geleitet wird das Forschungsprojekt von der Volkswagen-Konzern-Forschung. Dort bringt man Ressourcen und Know-how in Zusammenhang mit der Elektrifizierung privater Pkw in das Projekt mit ein und prüft mögliche Forschungssynergien zur Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge.

In der ersten Projektphase wird Scania zwei Prototypen von Elektro-Hybrid-Fernverkehrs-Lkw mit unterschiedlichen Antriebssträngen zur Verfügung stellen: einen mit einer einzigen Batterie für eine Leistung von 15 kWh, den anderen mit mehreren Batterien und folglich mehr Leistung.

Tests mit Elektro-Hybrid-Lkw

Wie auch bei den derzeit laufenden Tests von Scania mit Elektro-Hybrid-Lkw auf einer elektrifizierten Straße in Schweden – dem weltweit ersten Testprojekt für diese Technologie auf einer öffentlichen Straße – werden auch die Scania-Lkw bei den deutschen Tests am Fahrgestell hinter dem Fahrerhaus mit einem von Siemens entwickelten Pantograf-Stromabnehmer-System ausgestattet.

"Scania bringt bei diesen Projekt von Anfang an all seine Erfahrungen aus dem schwedischen Projekt mit ein. Bei dem Projekt in Deutschland sollen in erster Linie das Antriebskonzept, das Energiemanagement, der Hybridantrieb, die Betriebszeit der Batterien und das hochmoderne Kühlsystem analysiert und optimiert werden", erläutert Christer Thorén, Scania Project Manager, Electric and Hybrid Powertrain Technology.

Scania verfolgt das Ziel, den Weg zu einem nachhaltigen Transportsystem mitzugestalten und arbeitet an mehreren Projekten, die die Elektrifizierungstechnologie im städtischen Verkehr und im Fernverkehr einen großen Schritt voranbringen sollen. Darüber hinaus ist Scania an einer Innovationsinitiative der schwedischen und deutschen Regierungen zum Thema Mobilität und elektrifizierte Straßen beteiligt.

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