Förderung von alternativen Antrieben Frisches Geld für Spediteure

Rene Seckler Foto: Thomas Küppers

Wer sich Lkw mit alternativen Antrieben anschaffen möchte, darf erneut auf hohe Zuschüsse hoffen. Das Bundesverkehrsministerium (BMDV) hat einen neuen Förderaufruf veröffentlicht.

Von 29. Juni an können private wie kommunale Flottenbetreiber, aber auch Miet- und Leasingfirmen dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) Anträge zur Förderung von Fahrzeugen mit klimaschonenden Antrieben, für den Aufbau einer Tank- und Ladeinfrastruktur sowie für damit verbundene Machbarkeitsstudien einreichen. Neu gegenüber dem ersten Förderaufruf im Rahmen des Gesamtkonzepts klimafreundliche Nutzfahrzeuge vom vergangenen Jahr ist, dass auch Sonderfahrzeuge berücksichtigt werden, ebenso der Aufbau einer Tankinfrastruktur für Wasserstoff.

Förderung auch von umgerüsteten Lkw

Das Programm zur Förderung von alternativen, klimaschonenden Nutzfahrzeugen und Infrastruktur (KsNI) berücksichtigt leichte und schwere Nutzfahrzeuge, ebenso sowohl neue als auch auf alternative Antriebe umgerüstete Fahrzeuge. Wer sich für einen Elektro- oder Wasserstoff-Lkw entscheidet, darf auf eine Erstattung von 80 Prozent der Mehrkosten gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug hoffen. Bei der Tank- und Ladeinfrastruktur fördert die öffentliche Hand 80 Prozent der zuwendungsfähigen projektbezogenen Gesamtausgaben. Bei Machbarkeitsstudien ist eine Förderung von 50 Prozent der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben möglich.

1,6 Milliarden Euro für Fahrzeuge

Insgesamt stellt das BMDV zur Förderung von Elektro-Lkw und Wasserstoff-Lkw bis 2024 insgesamt 1,6 Milliarden Euro zur Verfügung. Hinzukommen rund fünf Milliarden Euro zur Förderung einer Tank- und Ladeinfrastruktur (für Lkw und Pkw). Der erste Förderaufruf vom vergangenen Jahr ist nach Angaben des BMDV auf hohe Resonanz gestoßen: Die eingereichten Projekte umfassen rund 2.000 Batterie-, Brennstoffzellen- und hybridelektrische Fahrzeuge. 153 Anträge gingen für die dazu gehörige betriebliche Tank- und Ladeinfrastruktur ein, rund 30 Anträge bezogen sich auf Machbarkeitsstudien.

„Nach dem ersten Förderaufruf mit rund 2.000 beantragten klimafreundlichen Nutzfahrzeugen aller Klassen und Antriebstechnologien schreiben wir diese Erfolgsgeschichte mit dem zweiten Förderaufruf sowie mit einem zusätzlichen Aufruf für Sonderfahrzeuge und Infrastruktur fort“, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im BMDV, Daniela Kluckert (FDP). Mit den bereitgestellten Mitteln unterstütze man die Branche dabei, Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen und Emissionen im Straßengüterverkehr zu senken.

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