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Flutschäden an der Infrastruktur immens

Verkehr auf Jahre beeinträchtigt

Unwetter Foto: Autobahn GmbH

Gesperrte Autobahnen, Bundesstraßen und Bahnstrecken werden den Verkehr nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands noch über Monate und Jahre beeinträchtigen, teilte das Verkehrministerium mit.

Das Wasser hat so große Schäden hinterlassen, dass insbesondere in Rheinland-Pfalz noch keine Prognose für die Wiederherstellung der Bundestraßen möglich ist, teilte das Bundesverkehrsministerium (BMVI) auf Anfrage von eurotransport.de mit. Die Schäden an der bundeseigenen Infrastruktur schätzt das BMVI derzeit auf insgesamt rund zwei Milliarden Euro, davon entfällt weit mehr als die Hälfte auf die Bahninfrastruktur.

A1 und A61 zum Jahresende wieder befahrbar

Über die von der Flutkatastrophe besonders stark beschädigten Autobahnen A1 im Südwesten von Köln und die A61 zwischen Kerpen und Bad Neuenahr-Ahrweiler soll bis zum Jahresende wieder der Verkehr rollen. Derzeit bestehen dort nach wie vor Verkehrseinschränkungen und Vollsperrungen. „Die Baumaßnahmen zur Schadensbeseitigung laufen“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Bis Jahresende werden die Autobahnen wieder befahrbar sein.“

In Rheinland-Pfalz keine Prognose möglich

Im Bereich der Bundesstraßen seien Teilstrecken nach Böschungsrutschungen, Fahrbahnunterspülungen und Brückenschäden so stark betroffen, dass die Straßenbauverwaltung Rheinland-Pfalz noch keine zeitliche Prognose für eine umfängliche Wiederherstellung geben könne. „Bislang sind die Verbindungen im Ahrtal soweit provisorisch hergestellt, dass eine Erreichbarkeit für Hilfsdienste, Lieferverkehr und Anlieger möglich ist“, sagte der Sprecher. Am 31. Juli sei nach Anforderung zehn Tage zuvor die erste Behelfsbrücke in Bad Neuenahr, die Landgrafenbrücke, errichtet und für den Verkehr freigegeben worden.

Bahn-Wiederherstellung zum Teil erst in Jahren

Bei einigen Bahnstrecken „sind die Zerstörungen und folglich die Erneuerungsarbeiten so umfangreich, dass eine Wiederherstellung der Befahrbarkeit erst in den kommenden Jahren möglich ist“, führte der Sprecher aus. Den Gesamtschaden an Schienenstrecken, Verkehrsstationen und Energieanlagen schätzt die Deutsche Bahn auf 1,3 Milliarden Euro, davon entfallen 635 Millionen Euro auf NRW und 570 Millionen Euro auf Rheinland-Pfalz.

DB hat 2.000 Einsatzkräfte geschickt

In beiden Bundesländern seien rund 2.000 Kräfte des Unternehmens im Einsatz, um Wiederinbetriebnahme oder -aufbau des Netzes voranzutreiben. Im Ergebnis würden die Strecken Bochum-Witten, Bochum-Hattingen, Düsseldorf-Hagen und Köln-Düren wieder bedient, sagte der Ministeriumssprecher. Hinzu kämen viele Strecken, die bis zum Jahresende 2021 wieder befahrbar sein würden wie Bonn-Rheinbach, Erftstadt-Euskirchen und Remagen-Walporzheim.

Fondslösung geplant

Das Verkehrministeriium habe in dieser Legislaturperiode vier Planungsbeschleunigungsgesetze auf den Weg gebracht. „Diese helfen bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe, denn die Errichtung von Ersatzneubauten wurde ausdrücklich genehmigungsfrei gestellt“, sagte der BMVI-Sprecher. Zur Finanzierung arbeite die Bundesregierung derzeit an einer Fondslösung nach dem Vorbild des Jahres 2013. Es sei geplant, dass der Bund einen Anteil der Fondsmittel zur Wiederherstellung seiner Infrastruktur erhält.

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