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Flüchtlinge als Fahrer

Merkel regt Darlehen für Flüchtlinge an

Bundeskanzlerin Angela Merkel 2016 Foto: Bundeskanzleramt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ein Darlehensprogramm für Flüchtlinge anregt, um dem Fachkräftemangel auch im Fahrerberuf entgegenzuwirken.

15.09.2016 Matthias Rathmann

"Wir haben neulich im Kabinett diskutiert, dass das Umschreiben einer syrischen Fahrerlaubnis auf eine deutsche rund 500 Euro kostet", sagte Kanzlerin Merkel am Mittwoch im Interview mit dem ARD-Hörfunk. "Natürlich hat ein Flüchtling nicht sofort 500 Euro, also geht das vielleicht mit einem Darlehensprogramm", sagte Merkel. Das Geld könne später vom Lohn zurückbezahlt werden. "Denn es werden überall Kraftfahrer gesucht", erklärte die Kanzlerin.Der Bedarf ist groß: Im Güterkraftverkehr gilt es jährlich mehr als 20.000 Stellen neu zu besetzen. Bis 2020 werden rund ein Drittel der rund 800.000 Berufskraftfahrer in Deutschland im Ruhestand sein.

Daimler hat fast keinen Bedarf für Flüchtlinge

Merkel appellierte an die Unternehmen, die Politik bei der Integration der Zuwanderer zu unterstützen. Die großen Firmen haben nach ARD-Informationen bisher fast keine Flüchtlinge eingestellt. Der Fahrzeugbauer Daimler etwa hat in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben 300 Brückenpraktika angeboten. Selbst sieht das Unternehmen laut Personalvorstand Wilfried Porth für die Flüchtlinge aber kaum Bedarf. Diese Praktika seien eher "als Brücke in den Arbeitsmarkt gedacht, nicht unbedingt als Brücke zu Daimler", sagte Porth Anfang der Woche gegenüber den Stuttgarter Nachrichten.

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