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Feldversuch mit Oberleitungs-Lkw

Daimler macht am Feldversuch mit O-Lkw mit

Foto: Matthias Rathmann

Nun also doch - der Fahrzeugbauer Daimler beteiligt sich am geplanten Feldversuch mit Oberleitungs-Lkw in Baden-Württemberg. Allerdings schickt Daimler keinen Lkw mit Geweih auf die Strecke.

19.04.2018 Matthias Rathmann

Umdenken bei Daimler: Der Fahrzeugbauer hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er von den geplanten Feldversuchen mit Oberleitungs-Lkw nicht viel hält. Nun wird sich das Unternehmen doch an einem dieser Feldversuche beteiligen. Zwar wird dafür kein Mercedes-Benz Actros umgebaut und mit einem Stromabnehmer versehen. Doch erklärt sich Daimler bereit, bis 2020 einen batterie-elektrisch betriebenen Schwer-Lkw zu entwickeln und im Rahmen des baden-württembergischen Projekts eWayBW im Murgtal zwischen Gernsbach-Obertsrot und Kuppenheim einzusetzen.

Informationsabend für Bevölkerung in Kuppenheim

Das wurde bei einem Informationsabend für die Bevölkerung in Kuppenheim am Mittwoch deutlich und geht aus einer Mitteilung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums hervor. Vor wenigen Wochen erst hatte Daimler das erste Modell seines geplanten neuen eActros der Öffentlichkeit vorgestellt.

Test zweier unterschiedlicher Antriebskonzepte

Damit kann das begleitende Forschungskonsortium zwei unterschiedliche Antriebskonzepte begleiten und auswerten. Denn die Hybrid-Oberleitungs-Lkw der beteiligten Logistikdienstleister Fahrner und Huettemann sollen auf derselben Strecke verkehren und für gleiche Aufgaben eingesetzt werden wie der Daimler-E-Lkw. Das Konsortium besteht aus dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), PTV Transport Consult, dem Forschungszentrum Informatik (FZI) und dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie.

Minister Hermann: ergebnisoffen und keine Vorfestlegung

"Wir haben immer betont, dass der pilothafte Einsatz der Hybrid-Oberleitungs-Lkw im Rahmen von eWayBW ergebnisoffen erforscht werden und hierdurch keine Vorfestlegung erfolgen soll", betonte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). "Der direkte Systemvergleich bringt uns nun zwei Schritte auf einmal nach vorne."

Vorgesehen ist eine Elektrifizierung der B462 in zwei Abschnitten auf einer Länge von insgesamt rund sechs Kilometern in jede Fahrtrichtung. Die Vergabe für Aufbau und Betrieb solle in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Für 2019 ist dann die Bau- und Betriebsphase geplant. Die Praxiserprobung soll über drei Jahre gehen.

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