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Feldversuch eHighway in Schleswig-Holstein

Feldversuch mit Oberleitungs-Lkw kommt voran

Foto: Matthias Rathmann

Die Projektpartner des geplanten Feldversuchs mit Oberleitungs-Lkw in Schleswig-Holstein sind einen weiteren Schritt vorangekommen. Die Akteure hinter dem Projekt haben in Kiel eine entsprechende Realisierungsvereinbarung unterzeichnet, wie die Landesministerien für Energiewende und für Verkehr in einer gemeinsamen Erklärung bekannt geben.

Das Pilotprojekt Feldversuch eHighway, kurz FeSH, soll auf der A 1 zwischen Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck realisiert werden. Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben von der Fachhochschule Kiel und der Technischen Universität Dresden. Neben Schleswig-Holstein sind entsprechende Feldversuche auch in Hessen und in Baden-Württemberg geplant.

Spedition Bode als Praxispartner mit dabei

Der Zeitplan in Schleswig-Holstein sieht vor, dass die Bauarbeiten für die Elektrifizierung der Strecke Ende 2018 abgeschlossen werden und Speditionen über mehrere Jahre hinweg die Technologie testen können. Von Anfang an als Praxispartner im Boot ist die Spedition Bode, die auf dieser Strecke Vor- und Nachläufe für den Kombinierten Verkehr nach Skandinavien fährt. "Für unseren Kunden Lidl transportieren wir Waren von Reinfeld nach Lübeck. Dort wechseln die Einheiten vom Seeland- und Skandinavienkai auf das Schiff nach Finnland und vom Containerterminal Lehmann auf den Zug nach Stockholm", erläuterte Spediteur Kai Bode bereits vor einigen Wochen gegenüber der Fachzeitschrift trans aktuell. "In Reinfeld konsolidieren wir die Ware, die uns aus ganz Deutschland angeliefert wird, teilweise auch aus dem europäischen Ausland."

Ministerien begrüßen Feldversuch als Beitrag zur Energiewende

Die beiden involvierten Landesministerien begrüßen den Feldversuch und sehen ihn als Beitrag zur Energiewende, also zur Abkehr von fossilen Brennstoffen. "Der eHighway bietet die Möglichkeit, einen ökonomisch wie ökologisch nachhaltigen Güterverkehr auf den Weg zu bringen", sagte Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) bei der Unterzeichnung der Realisierungsvereinbarung. Energiewendeminister Dr. Robert Habeck (Grüne) sieht in dem Projekt die Chance, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die Mobilität der Zukunft sauberer zu gestalten. "Als Land, das viel erneuerbaren Strom produziert, sind wir besonders dazu aufgerufen, mit Pilotprojekten die Elektromobilität voranzutreiben", betonte er. Der eHighway gebe Speditionen die Möglichkeit, auf elektrisch betriebene Lkw umzusteigen, ohne die betrieblichen Abläufe einzuschränken.

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