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Lkw-Vergleichstest Innengeräusche

Lautstärke im Lkw

Innenraumgeräusche, Vergleich, Test, 50, Jahre, Lautstärke, Messung Foto: Archiv 52 Bilder

"Fahr mal rechts ran. Ich muss auf die Toilette", schreit der Beifahrer durch die Kabine. Viele von uns kennen noch die lautstarke Kommunikation zwischen Fahrer und Beifahrer auf dem Bock. Man musste den Mitfahrer anschreien, als wollte man im Fußballstadion die Auswärtsfans übertönen. Besonders unangenehm wurde es, wenn man mit niedrigem Gang bergauf und bergab fuhr. Glücklicherweise haben sich die Zeiten in den vergangenen 50 Jahren gewandelt.

11.12.2017 Christoph Ostheimer

Wieder sind wir tief in unserem Archiv verschwunden, um die nach vergangenen Schätzen zu suchen. Nach zwei Tagen zwischen Spinnenweben, Wollmäusen und sonstigen Urzeitgetier haben wir die alten Ausgaben von lastauto omnibus aus ihrem Schönheitsschlaf erweckt. Wenn man bedenkt, dass es das Magazin bereits seit 94 Jahren gibt, könnt ihr euch vorstellen, wie viel Papier von unseren Kollegen gewälzt wurde.

Mit großem Interessen ist uns aufgefallen, dass seit 1967 - bis heute genau 50 Jahre - lastauto omnibus in seinen Tests die Lautstärke des Innenraumgeräuschs misst. Was etwas hölzern klingt, sagt eigentlich , wie laut es in der Kabine ist. Dabei ist es beeindruckend zu lesen, wie sich die Situation in den Lkw-Kabinen verbessert hat.

Foto: Quelle: Sueddeutsche Grafik: Christoph Ostheimer

Magirus, Henschel, Büssing, Mercedes und MAN

Das erste von uns - auf den Geräuschpegel im Innenraum - getestete Fahrzeug war 1967 der Magirus 180 D 12FL. Mit 85 Dezibel war der Ulmer fast so laut wie ein aktueller Winkelschleifer. Zur besseren Einordnung der Messdaten eine Aufstellung: Wie laut ist welches Geräusch

  • 20 bis 40 Dezibel ist bereits gut zu hören (Weckerticken, Computer-Ventilatoren, Hintergrundgeräusche im Haus). Manche Menschen werden hierdurch bereits im Schlaf gestört.
  • 40 bis 60 Dezibel ist normale Gesprächslautstärke, oder ein leises Radio. Hier kann die Konzentration gestört werden.
  • 60 bis 80 Dezibel erreicht ein lautes Gespräch, eine Schreibmaschine oder ein vorbeifahrendes Auto.
  • Im Bereich um 80 Dezibel liegen etwa Rasenmäher. Lärm in dieser Lautstärke kann bereits zu gesundheitlichen Langzeitschäden führen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass bei Straßenlärm, der im Haus einen Schallpegel von 65 Dezibel erreicht, das Risiko für Herz-Kreislaufstörungen, um 20 Prozent höher ist, als bei 50 bis 55 Dezibel.
  • 80 bis 100 Dezibel erreichen vorbeifahrende LKWs, Motorsägen oder Winkelschleifer. Hier droht bei Dauerlärm bereits der Gehörschaden.
  • Bei 110 Dezibel ist die Schmerzgrenze erreicht. Kreissägen und Presslufthämmer liegen in diesem Bereich, aber auch der Lärm in Diskotheken oder die Musik aus den mp3-Player.
  • Über 120 Dezibel erreichen startende Düsenflugzeuge, Explosionen und manches Rockkonzert.
Scania S500 Foto: Thomas Küppers

Dem Mischwesen verschlägt es fast die Stimme

Aktuell leisester Lkw in unserem Test ist der Scania S500. Mit 61,5 Dezibel ist der Schwede angenehm zurückhaltend gegenüber seinem Fahrer und überzeugt mit einer toller Kabine.

Welche Fahrzeuge wir noch in den vergangenen 50 Jahren getestet haben und welche Zugmaschinen uns zum HNO-Arzt gebracht haben, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

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Heft 09 / 2018 4. August 2018 Heftinhalt anzeigen Jetzt kaufen