EU-Verkehrsanzeiger

Niederlande vor Deutschland

Foto: lassedesignen - Fotolia

Die Niederländer haben Deutschland mit ihrem Verkehrssystem wieder abgehängt.

Deutschland hat es mit der Qualität seines Verkehrssystems innerhalb der EU auf Platz drei geschafft. Damit liegt es gleichauf mit Österreich und hinter Schweden und den Niederlanden. Das ist das Ergebnis des "EU-Verkehrsanzeigers 2016", der die Mitgliedstaaten anhand von 30 verschiedenen Aspekten vergleicht. Auf Platz eins liegt Deutschland bei privaten Investitionen in Forschung und Entwicklung im Verkehrssektor. Aber bei den Themen Nachhaltigkeit und Sicherheit im Straßenverkehr gibt es noch viel zu tun - letztere hat weiter abgenommen. 



Die Niederlande führen das Verkehrsranking zum dritten Mal mit hohen Werten in 15 Kategorien an. Damit behaupten sie den ersten Platz seitdem es den Verkehrsanzeiger gibt. Es gab Bestnoten für die Transportinfrastruktur, für Straßen, Häfen und Flughäfen. Außerdem punktete das Nachbarland mit den meisten Ladestationen für Elektrofahrzeuge pro Stadt in Europa und hat erreicht bei der Sicherheit auf der Straße ein hohes Niveau. Schweden wiederum weist den zweithöchsten Anteil erneuerbarer Energien bei den Kraftstoffen auf und belegt den vierten Platz bei Fahrzeugen, die alternative Treibstoffe nutzen.

Deutschland liegt bei 12 Aspekten vorn

Deutschland liegt bei zwölf Aspekten vorn und gehört bei vier Kategorien zu den schlechtesten vier Ländern. Bei der Qualität der Straßen wurde der 8. Platz hinter den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Portugal, Dänemark, Finnland und Luxemburg erreicht. Das TEN-T-Kernnetz Straße ist zu 59 Prozent vollendet, was Platz 16 entspricht. Besser sieht es bei den Eisenbahnen aus: Hier wurde beim zu 94 Prozent fertiggestellten konventionellen TEN-T Kernnetz ein 4. Platz verzeichnet, die Qualität der Schieneninfrastruktur insgesamt reichte für Rang 5 hinter Frankreich, Finnland, den Niederlanden und Spanien. Nummer 5 war Deutschland auch in Sachen Hafeninfrastruktur, die Flughäfen erreichten Platz 3.

Es seien übergreifend Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Mobilität zu verzeichnen, hält die EU-Kommission fest. Es bestehe aber Potential, die Verlagerung hin zu emissionsarmen Mobilität zu beschleunigen.  Hier ist auch Deutschland gefragt, das beispielsweise bei Ladestationen für e-Fahrzeuge Nummer 14 innerhalb der EU ist. Bei den erneuerbaren Energien im Transportsektor wird Platz sechs erreicht, bei den Staustunden liegt die Bundesrepublik mit 29,57 Stunden knapp über dem Durchschnitt und wird  von den Niederlanden getoppt, die es auf 30,25 Stunden pro Jahr bringen. Am besten steht Finnland da (19,94 Stunden), Spitzenreiter ist Großbritannien mit 41,45 Stunden.

Anzahl der Verkehrstoten leicht gestiegen

Die Anzahl der Toten im Straßenverkehr ist europaweit nicht mehr zurückgegangen. Nicht nur in Deutschland und Frankreich ist sie leicht gestiegen, obgleich Deutschland mit 43 Toten (2013: 41) pro einer Million Einwohner bei der Sicherheit immer noch einen 6. Platz erreicht und besser ist als der Durchschnitt. Das gilt für Frankreich - mit 54 Toten auf dem 9. Platz - nicht mehr (2013: 51). Die Niederlande konnten die Zahl der Verkehrstoten auf 31 pro einer Million Einwohner beschränken und liegen damit auf Platz 5. Zwar seien Europas Straßen nach wie vor mit Abstand die sichersten der Welt, betont Brüssel. "Doch die Mitgliedstaaten müssen ihre Anstrengungen forcieren, um das für 2020 gesteckte Ziel zu erreichen, die Zahl der Verkehrstoten zu halbieren."

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