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Erfolgreiches Projekt von DPD in Nürnberg

80.000 Pakete per Lastenrad zugestellt

Foto: JENS WEGENER

Im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts hat DPD in Nürnberg in zwölf Monaten 80.000 Pakete per Lastenrad zugestellt - emissionsfrei. Jetzt sollen weitere Städte folgen.

04.04.2018 Ilona Jüngst

Nach Angaben des Paketdienstleisters standen für die Innenstadt-Zustellung insgesamt fünf elektrisch unterstützte Lastenräder zur Verfügung, mit denen innerhalb der einjährigen Projektlaufzeit 80.000 Pakete ausgliefert wurden.  Die Räder sind in einem Mikro-Depot  in den Innenstadt stationiert, wo morgens die Pakete per Transporter angliefert und dann je nach Tour verteilt werden. Im Mikrodepot werden auch die Batterien der Lastenräder nachgeladen. Die Zustellung auf der letzten Meile erfolgt damit emissionsfrei, durch den Einsatz konnten laut DPD fünf herkömmliche Transporter nahezu vollständig ersetzt werden. Weil die Lastenräder aber vor allem jene Empfänger ansteuern, die am Tag nur ein bis zwei Pakete erhalten, sind noch vier herkömmliche Zustellfahrzeuge unterwegs, die jeweils mehrere Pakete ausliefern.

"In der verkehrsintensiven Innenstadt hat sich das Lastenrad zur echten Alternativen für das herkömmliche Zustellfahrzeug entwickelt”, so Gerd Seber, Group Manager Sustainability & Innovation bei DPD Deutschland, in einer Mitteilung. „Angesichts von drohenden Zufahrtsbeschränkungen wird die Entwicklung solcher nachhaltigen City-Logistik-Lösungen immer wichtiger."

DPD will demnach die Zustellung per Lastenrad ausweiten: Außer in Nürnberg und Hamburg sollen Lastenräder im Laufe des Jahres auch in Berlin, München, Stuttgart, Ludwigsburg, Heilbronn, Rostock sowie in weiteren Städten unterwegs sein. Nach Angaben des Paketdienstleisters müssen vor dem Einsatz der Lastenräder aber geeignete Zustellgebiete analysiert und ein individuelles Logistikkonzept für die jeweilige Stadt entwickeln werden.

Wissenschaftlich begleitet wurde das Piloprojekt durch die Technische Hochschule Nürnberg. Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr sowie die Stadt Nürnberg und die IHK Nürnberg für Mittelfranken gehörten zu den Unterstützern. Im Oktober letzten Jahres wurde das Pilotprojekt als "Internationales Vorbildprojekt" mit dem VCÖ Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich ausgezeichnet.

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