ELO-Mobility mit H2-Bus

Deutscher Wasserstoffbus in Planung

Linkker LinkLight 12plus (Leserwahl 2018) Foto: Michael Vanya

Um das Thema Wasserstoff ist es ruhig geworden, der Trend in der Buswelt läuft stark in Richtung Elektrobusse. Lediglich kleinere Hersteller oder Start-ups wagen sich ans Thema – so wie ELO-Mobility aus Berlin. Das Unternehmen will modulare Buskonzepte verwirklichen und ab 2020 liefern.

Die Berliner Firma ELO Mobility arbeitet unter anderem mit HyMove aus Arnheim, WS Consulting (Augsburg), dem Fraunhofer IVI (Dresden) und BTS Bus Trailer Service (Oberwiera) an einem modularen Buskonzept mit Brennstoffzelle "made in Germany". Das konzertierte Projekt wird vom Engineering Center der ELO Mobility in Berlin geleitet.

Interessierte Verkehrsbetriebe sollen dabei auf verschiedene Fahrzeuglängen und unterschiedliche Energiespeichersysteme zurückgreifen können. "Durch die Kombination der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie mit bewährten, aber hochinnovativen Omnibuskonzepten können wir Elektromobilität auf höchstem Level anbieten", so Dr. Henning Heppner, Geschäftsführer von ELO Mobility und diplomierter Wirtschaftsingenieur und Vertragsrechtler. Heppner hat bereits mehrere Start-ups gegründet – so zum Beispiel "Ebee Smart Technologies", "Palmetto", "EV Charging Infrastructure" oder Greenbox Global Holding GmbH auf dem Euref Campus in Berlin.

Verschiedene Längen, unterschiedliche Energiespeicher

Je nach lokaler Betriebsanforderung sollen die Verkehrsbetriebe etwa auf verschiedene Fahrzeuglängen und unterschiedliche Energiespeichersysteme zurückgreifen können. Im Falle von Batteriebussen arbeitet das Unternehmen zum Beispiel mit dem finnischen Elektrobus-Hersteller Linkker Oy zusammen, der unlängst einen Elektrobus-Auftrag für Kopenhagen gewonnen hat. "ELO Mobility hat bereits im Rahmen konkreter Projekte in die Linkker-Technologie investiert. Wir können uns vorstellen, das noch zu verstärken, wenn es weiter gut zu unserem modularen Ansatz passt", so ein Unternehmenssprecher. So arbeite Linkker mit internationalen Partnern "an dem vielversprechenden Bus-Platooning-Konzept. Für uns ergibt sich zudem eine vergleichsweise unkomplizierte Möglichkeit, den vielen bekannten Göppel-Busanhänger neu aufzulegen". Göppel ist neben Carosserie Hess einer der ganz wenigen Hersteller, der Personenanhänger baut und war 2014 in Konkurs gegangen.

"Darüber hinaus haben wir uns den Zugang zu weiteren Technologien gesichert und werden auch in Entwicklung und Forschung investieren", so Sprecher Martin Eiser weiter. "Das Unternehmen kann damit als Systemintegrator auf technischer wie auch auf kommerzieller Ebene agieren. Aus unserer Sicht ein zukunftsfähiges Konzept für die vielfältigen elektromobilen Anwendungsfälle".

Bisher gibt es kaum Brennstoffzellenanwendungen in längeren Bussen, die meisten Konzepte beschränken sich auf 12 bis 14 Meter lange Solobusse. Daher darf man gespannt sein, was hinter diesem modularen Konzept steckt. Grund hierfür dürften die bisher eher geringen Leistungsdaten sein. Der momentane Trend geht auch eher in Richtung einer Kombination der Zelle mit einer kleinen Batterie, um Spannungs- und Leistungsanforderungsspitzen "auszubügeln".

Auch Daimler will dieses Konzept 2022 in Form einer Brennstoffzelle als Range Extender im eCitaro auf die Straße bringen. Eine große "Buszelle", die einen Bus ausschließlich antreiben könnte wie die bisher gebauten Versuchsfahrzeuge, steht in Mannheim vorerst nicht mehr auf dem Menü.

Entwickung läuft schon für erste Auslieferungen

Für die Vorserienproduktion gäbe es nach Aussage des Unternehmens schon so viel Interesse, dass das Entwicklungsteam die Arbeit bereits aufgenommen hat. Großes Interesse am Thema Wasserstoff haben derzeit Kommunen im Rhein-Main-Gebiet sowie in und um Köln, hier wurden vor allem Fahrzeuge von Van Hool und ebe-Europe geordert. "Die Nachfrage weltweit ist hoch. Alle Beteiligten möchten die Fahrzeuge aber nicht nur international, sondern auch im deutschen ÖPNV im Einsatz sehen", sagt André Stephan, Head of Business Development von ELO Mobility, und bisher im Linkker Oy Vetrieb tätig.

Es stünde derzeit noch Restkapazität für weitere Bestellungen zur Verfügung, so das Unternehmen. Welche Modelle und welche Bauteile konkret zur Anwendung kommen, teilt das Unternehmen derzeit aber noch nicht mit. Die ersten Auslieferungen seien schon für 2021/22 vorgesehen. Eine genaue Reihenfolge für all diese Projekte würden jedoch an der konkreten Nachfrage ausgerichtet, so der Sprecher. Und vor allem gelte: "Qualität geht vor Geschwindigkeit".

Weitere ausführlichere Informationen sind hier in Kürze zu bekommen: elo-mobility.eu

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