Elektro-Schulbus in Luxemburg

Bissen fährt Yutong ICe 12

Foto: Voyages Emile Weber

Das luxemburgische Verkehrs- und Reiseunternehmen Emile Weber hat den ersten vollelektrischen Schulbusverkehr in Bissen gestartet. Als Fahrzeug steht ein Yutong Überlandbus des Typs ICe 12 bereit, der ähnlich auch schon bei Flixbus zwischen Paris und Amiens im Einsatz ist.

Nach einer ausgiebigen Testphase mit durchweg positiven Ergebnissen hat die luxemburgische Kommune Bissen Ende 2018 beschlossen, sein Projekt zum vollelektrischen Schulbusverkehr weiterzuführen und es Ende Januar offziell gestartet – sie ist damit die erste im Großherzogtum mit einem rein elektrischen Schulbusverkehr. Der Yutong ICe 12 wird sowohl für den reinen Schülerverkehr, als auch für kürzere Klassenfahrten eingesetzt.

Der 12,36 Meter lange Überlandbus bietet laut Hersteller eine Reichweite von rund 200 Kilometer. Er wird ausschließlich mit einem Plug-in-System im neuen Depot von Voyages Ecker, einer Partnerfirma von Emile Weber, aufgeladen. Seine Batterien – chinesische Hersteller setzen hierbei zumeist noch auf die robusten Eisenphosphat-Chemie – haben eine Kapazität von 295 kWh. Dies ist nicht allzu viel für einen Überlandbus, aber für den zeitlich sehr gut planbaren Schulbusverkehr dürfte es ausreichen. Das Fahrzeug, das bereits seit 2015 vom Hersteller Yutong gebaut wird, soll bis zu 56 Sitzplätze bieten und wird passend zur Hauspolitik von Voyages Emile Weber mit "grünem Strom" geladen.

Projekt als Teil der Dekarbonisierung bis 2030

Der neue Yutong ICe 12 für Bissen soll zu dem Ziel des Großherzogtums beitragen, den Regionalverkehr des zuständigen Betreibers RGTR bis 2030 völlig zu dekarbonisieren. Der neue Überlandbus ist wie andere bereits laufende E-Busse Teil des Projekts „EmpoweringMobility" der Voyages Emile Weber-Gruppe. Neben Stadtbussen der Hersteller Irizar, VDL und Sileo betreiben die innovativen Luxemburger auch eine Flotte von 15 VDL-Minibussen, die als elektrische „Webtaxis" fungieren. Zeitnah sollen auch Elektrobusse von Mercedes-Benz sowie erste Erprobungsfahrzeuge von MAN zur Flotte dazu stoßen.

Luxemburg ist wie Frankreich und die USA eines der wenigen Länder, in dem spezielle Busse für den Schülerverkehr genutzt werden. Sie zeichnen sich zumeist durch wenig Komfort, viele Sitzplätze mit Gurten und einen geringen Kaufpreis aus. Auch wenn in Deutschland immer wieder ein ähnliches Vorgehen gefordert wird, lassen es weder die Verkehrsbestellungen noch die zur Verfügung stehenden Budgets zu, solche erfolgreichen Konzepte zu übernehmen. Elektrische Busse sind auf diese Weise auch langfristig eher nicht zu finanzieren.

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