Elektro-Gelenkbusse in Barcelona

Irizar übergibt erste Fahrzeuge

Foto: Irizar

Kurz nach der Eröffnung der Emobility-Fabrik im Baskenland und der Vorstellung des "ie-tram" genannten Gelenkbusses im Metro-Design liefert Irizar die ersten Exemplare an die Barceloneser Verkehrsbetriebe TMB aus. Dort sollen die Busse den Beginn der ersten rein elektrischen Linie markieren.

Insgesamt werden vier der 18,73 Meter langen und spektakulär gestalteten Gelenkbusse ab Dezember auf der Linie H16 (Pg. Zona Franca - Fòrum / Campus Besòs) zwei der seit 2014 laufenden 12 Meter-Busse ergänzen. Auch Madrid hatte vor kurzem 14 Busse in 12 Metern Länge bestellt. Bei der Übergabe im Forum Gebäude von Madrid sagte der Managing Director von Irizar e-mobility, Hector Olabegogeaskoetxea: "Wir sind sehr stolz, diese Fahrzeuge vier Jahre nach den ersten Elektrobussen für Barcelona übergeben zu können. Außerdem sind es die ersten ie tram-Exemplare, die in den Realbetrieb gehen."

2017 stellte das Unternehmen seine neue Generation von Elektrobussen vor, die im konventionellen Erscheinungsbild als "ie bus" in Längen von 10,8 bis 18,7 Meter und Kapazitäten von 75 bis 155 Personen zur Verfügung stehen, sowie als "ie tram" im speziellen Tramdesign mit verlängerter Front geliefert werden. Bald soll auch ein Doppelgelenkbus dazu kommen. Als Besonderheit wird der Gelenkbus auch mit bis zu acht Türen auf beiden Seiten des Fahrzeuges lieferbar sein, wie es zum Beispiel für den Flughafen Årlanda in Schweden gefordert ist.

Konfiguration mit 36 Sitzplätzen

Die Busse für Barcelona bieten ebenfalls eine einseitige, viertürige Konfiguration mit 36 Sitzplätzen und einer Gesamtkapazität von 147 Passagieren, dies wohl aber nur mit den gesetzlichen, unrealistischen acht Personen auf den Quadratmeter. Die vordere Tür kann jedoch aufgrund der abgerundeten Form nur mit einem Flügel und auch geringerer Höhe ausgeführt werden, nur der konventionelle Stadtbus ist als Fünftürer lieferbar. Zwei Stehperrons im Vorderwagen sind bei Bedarf über Klapprampen erreichbar.

Den Strom für den Synchron-Zentralmotor von Alconza (eine Irizar-Marke) mit 235 kW / 320 PS und 2.300 Newtonmeter maximales Drehmoment liefert eine Lithium-Ionen-Batterie mit 90 bis 150 kWh, die in vier bis fünf Minuten per Pantograf mit bis zu 500 kW aufgeladen werden können. Über Nacht wird zudem schonend per Kabel geladen. Auch Klimaanlagen und Connectivity-Ausrüstung stammen vom Irizar-eigenen Firmenkonglomerat.

Kamerasysteme statt Außenspiegel

Der "ie tram" Gelenkbus soll zudem einer der ersten Stadtbusse in Europa werden, der mit einem Kamerasystem statt konventionellen Außenspiegeln geliefert werden soll, was in Bercelona beispielhaft umgesetzt wird. USB-Ladebuchsen sind genauso selbstverständlich wie WLAN für die Fahrgäste. In Deutschland soll das Thema Elektromobilität von dem Essener Industriedienstleister Ferrostaal vorangetrieben werden, bisher jedoch ohne greifbaren Vetriebserfolg.

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