EFA-S erweitert Kapazitäten

Elektro-Fahrzeug-Spezialist im Aufwind

EFA-S Foto: EFA-S 4 Bilder

Der Stuttgarter Elektro-Fahrzeug-Spezialist EFA-S (Elektro-Fahrzeuge Stuttgart) verdoppelt seine Produktionsfläche – und erhöht den Takt der Serienfertigung von E-Transportern für UPS.

EFA-S sieht sich weiter im Aufwind: Das auf die Entwicklung und Umrüstung von konventionell angetriebenen Lkw, Bussen und Pkw spezialisierte Unternehmen nimmt am Firmensitz in Zell unter Aichelberg eine weitere Produktionshalle in Betrieb.

Mit einer Hallenfläche von nun 1.400 Quadratmetern wird die Produktionsfläche nach einer Erweiterung vor zwei Jahren nochmals verdoppelt. „Wir haben in diesem Jahr weitere Prototypen elektrisch betriebener Spezialfahrzeuge entwickelt und gleichzeitig die Fertigung von UPS-Fahrzeugen hochgefahren", erklärt Bastian Beutel, Geschäftsführer von EFA-S. Um alle Aufträge zeitnah ausführen zu können, bräuchte man die zusätzliche Produktionskapazität.

Spezialfahrzeuge im Vordergrund

Das Kerngeschäft von EFA-S ist laut Beutel die Umrüstung herkömmlicher zu elektrifizierten Fahrzeugen. Zunehmend würden dabei Spezialfahrzeuge wie beispielsweise der gemeinsam mit Orten Fahrzeugbau realisierte 7,5-Tonner für Dinkelacker im Vordergrund stehen. Der leichte Lkw kann auf eine Reichweite von rund 100 Kilometer verweisen, die Ladedauer beträgt rund vier Stunden. Auch zwei Elektro-Niederflurbusse für das Gmünder Unternehmen Abt hat EFA-S umgerüstet – die Reichweite der Kleinbusse beträgt demnach rund 200 Kilometer.

Die Auslegung des Antriebsstrangs, des Batteriemanagements und der Energieversorgung schneidet EFA-S grundsätzlich auf die Bedürfnisse der Kunden zu. „Nach der Prototypenentwicklung überlassen wir die anschließende Serienfertigung in den meisten Fällen Vertragspartnern, die dann auch Wartung und Reparaturen der Fahrzeuge übernehmen", so Geschäftsführer Beutel.

Die Lizenznehmer wiederum verpflichten sich, die Bauteile für die Elektrifizierung über EFA-S zu beziehen. Durch diese Bündelung könne man bei Teilen wie den Batterien oder Elektromotoren Einkaufsvorteile erzielen und die Fahrzeuge so günstiger anbieten.

Hoher Nachhaltigkeitseffekt

Doch auch die Kleinserienfertigung hat EFA-S im Auge – so entwickelt und produziert das Unternehmen beispielsweise auf Elektroantrieb umgerüstete Transporter für den Paket- und Expressdienst UPS. Seit 2010 sind so mehr als 160 Paketfahrzeuge elektrifiziert worden.

Zusammengenommen haben alle von EFA-S umgebauten Elektro-Fahrzeuge laut Unternehmensangaben inzwischen mehr als vier Millionen Kilometer zurückgelegt. Die Einsparung von Dieselkraftstoff beziffert EFA-S auf rund 640.000 Liter, im CO2-Ausstoß gemessen entspricht das zirka 1.700 Tonnen. „Der gesamte Nachhaltigkeitseffekt unserer Arbeit ist noch viel höher, weil bei Fahrzeugen nicht ihr Betrieb für die größte Umweltbelastung sorgt, sondern Produktion und Verschrottung. Und das vermeiden wir durch die Umrüstung und den Weiterbetrieb gebrauchter Fahrzeuge", so Bastian Beutel.

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