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    Digitaler Tachograf

    Zeitfrage

    Die Bedienung des digitalen Tachografen hat es in sich: Arbeitszeit, Wartezeit, Bereitschaftszeit oder sogar Ruhezeit – die Entscheidung fällt vor Ort.

    09.06.2016 Jan Bergrath

    Gerade neun Stunden gelenkt und dann? Erst in den Werken oder den Zentrallagern tauchen die Probleme auf. Eindeutig: Lädt ein Fahrer den Lkw oder überwacht er die Entladung, steht
    der Tacho auf „Arbeit“.

    In der Praxis ist das eher die Ausnahme als die Regel. Gibt es später Streit mit dem Unternehmer, so fehlen vor dem Arbeitsgericht die Beweise, um etwaige Überstunden geltend zu machen. Ein weiterer Konfliktpunkt mit der Disposition ergibt sich, wenn die Ladung nicht fertig ist oder zu viele Lkw vor Ort auf Entladung warten.

    In der Praxis kann die Situation jeden Tag anders sein. Noch dazu ist die Gesetzeslage nicht ganz einfach zu verstehen, ja sie birgt sogar Widersprüchlichkeiten in sich. Trotzdem müssen Berufskraftfahrer den Tachografen jederzeit korrekt bedienen, um bei Kontrollen auf der sicheren Seite zu sein.

    Das heißt zum Beispiel: Gibt es ein festes Zeitfenster und der Fahrer ist bereits vorher da, so ist die Zeit, wann der Lkw entladen wird, im Voraus bekannt. Dann zählt die Wartezeit laut ArbZG als Bereitschaft, ist aber keine Ruhezeit. Wartezeit ist es dagegen, wenn der Fahrer keinen Termin hat und bis zum Abruf auf eine Tafel schaut, bis seine Nummer erscheint.

    Mit dem DKV-Schema zur Tachografenbedienung, das unter diesem Artikel als PDF anhängt, lässt sich das kniffelige Thema Wartezeit gut lösen.

    Download Bedienungsschema Digitaler Tachograf (PDF, 0,15 MByte) Kostenlos
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