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DHL-Studie über Logistik

Strategien für die letzte Meile

DHL, letzte Meile, Urbanisierung, E-Commerce, Logistik Foto: DHL

Im Zuge der Urbanisierung wird die letzte Meile immer wichtiger für den Erfolg von E-Commerce-Unternehmen, so eine Studie von DHL und Euromonitor.

Bis 2030 werden voraussichtlich nochmals über 600 Millionen mehr Menschen in Ballungsräumen leben als heute. Gleichzeitig eröffnen neue Technologien Möglichkeiten für ein besseres Serviceangebot und disruptive Neuerungen. Vor diesem Hintergrund müssen die Online-Händler und ihre Logistikpartner neue Ansätze verfolgen, um am Markt zu bestehen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Vier Trends

In ihrer Studie „Shortening the Last Mile: Winning Logistics Strategies in the Race to the Urban Consumer“ identifizieren DHL und Euromonitor die vier wesentlichen Trends für die Zustellung an Endkunden in Ballungsgebieten – die lokalisierte Lieferung, flexible Zustellnetze, die saisonale Logistik und neue Technologien – sowie Ansätze, wie Unternehmen ihre Lieferketten auf die neuen Marktgegebenheiten ausrichten und Wettbewerbsvorteile erlangen können.

Bessere Routenführung

„Die sogenannte letzte Meile entwickelt sich zu dem entscheidenden Faktor der E-Commerce-Lieferkette“, sagt Katja Busch, Chief Commercial Officer von DHL. „Die Unternehmen werden gezielte Strategien entwickeln müssen, um in diesem Bereich wettbewerbsfähig zu bleiben. Das gilt nicht nur für den Transport, sondern für das gesamte Bestandsmanagement. Nur dann ist sichergestellt, dass die richtigen Artikel zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. DHL entwickelt Lösungen, die E-Commerce-Unternehmen helfen sollen, ihre Endkunden schnell und effektiv zu erreichen – zum Beispiel durch maschinelles Lernen, eine bessere Routenführung in den Städten und eine stärkere Automatisierung der Zustellnetze.“

Feiertags- und Sonderverkaufstage

Wie die Autoren der Studie feststellen, bringen die großen urbanen Trends unterschiedliche Herausforderungen bei den Kosten, den Serviceauswirkungen und beim organisatorischen Aufwand mit sich. Ein Beispiel ist die Zunahme der saisonalen Logistik durch die immer beliebteren Feiertags- und Sonderverkaufstage wie den Singles’ Day in Asien oder die nationalen Cyber Days. Dadurch stehen die Logistikunternehmen unter erheblichem Druck, zusätzliche Kapazitäten und Personal bereitzuhalten, um kurzfristige, oft nur schwer vorhersagbare Volumenspitzen zu bewältigen. Städtische Konsumenten erwarten jedoch eine schnelle und komfortable Zustellung ihrer bestellten Waren.

Präziser Abgleich der Lagerbestände

Um ihnen diese zu bieten, müssen die Händler ihre Lagerverwaltung neu organisieren und zentralisierte Netzwerke durch eine lokale Fulfillment- und Distributionsinfrastruktur ersetzen. Das kann einen präziseren Abgleich der Lagerbestände erforderlich machen. Neue Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für disruptive Neueinsteiger am Markt. Gleichzeitig zwingen sie die bestehenden Anbieter dazu, klug zu investieren und die geforderten neuen Kompetenzen in ihrer Belegschaft abzubilden.

F.A.D.-Modell für die letzte Meile

Um diese Herausforderungen zu meistern, haben DHL und Euromonitor gemeinsam das F.A.D.-Modell (Flexible Transport Networks, Automation and Data) identifiziert, das Händlern und Logistikanbietern helfen soll, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf der letzten Meile zu sichern. Durch eine stärkere Automatisierung, ein besseres Datenmanagement und mehr Flexibilität im Netzwerk sollen E-Commerce-Unternehmen in allen Märkten das Bestandsmanagement verbessern und die Zustellung an den Endkunden effizienter gestalten können.

Elastischere städtische Zustellnetze

Lee Spratt, CEO von DHL eCommerce Americas, erklärt: „Die letzte Meile erfordert viel Aufmerksamkeit, da sie eine der wichtigsten Schnittstellen zum Kunden ist und bleibt – ganz egal, wie sich der Markt weiterentwickelt. Die Gewinner in der dynamischen E-Commerce-Welt der Zukunft werden die Unternehmen sein, die ihre städtischen Zustellnetze mithilfe effektiver Partnerschaften elastischer gestalten, in produktivitätssteigernde Technologien investieren, das Kundenerlebnis durch eine intelligente Datennutzung verbessern und vor allem ihre Bestandshaltung so effizient wie möglich steuern.“

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