Deutz und Keyou

H2-Verbrenner in der Entwicklung

Foto: Deutz AG

Gemeinsam mit dem Start-up Keyou forscht Deutz an einer Alternative zur Brennstoffzelle. Ein Prototyp eines auf Wasserstoff als Kraftstoff ausgelegten Sechszylinders steht bereits.

Nach einer laut Keyou "erfolgreichen Prototyp-Phase und der positiven Marktresonanz" baut das Münchner Start-up die Entwicklungspartnerschaft mit der Deutz AG weiter aus. Gemeinsam möchten die beiden Unternehmen an der Entwicklung, Industrialisierung und Kommerzialisierung von CO2-freien Wasserstoffmotoren für den Off- und On-Road-Bereich arbeiten und so eine Alternative zur Brennstoffzellentechnologie schaffen.

Ein entsprechender Prototypmotor steht bereits und baut auf einem in Serie gefertigten, 7,8 Liter Hubraum fassenden Sechszylinder-Dieselmotor von Deutz auf. Das hochmoderne Triebwerk haben die Entwicklungspartner erstmals auf der bauma 2018 in China vorgestellt – auch auf der deutschen Ausgabe der Messe Anfang April 2019 in München wird der Motor der Öffentlichkeit präsentiert. Die Technik ist laut Deutz "in höchstem Maße skalierbar, sowohl On-Road als auch Off-Road, und auch in der Kombination mit dem elektrischen Antrieb in unterschiedlichen Hybridkonfigurationen einsetzbar."

Serienreife für 2021 / 2022 geplant

Konkrete Pilotprojekte mit Fahrzeugherstellern und Endanwendern sind bereits in der Planung, erste Prototypfahrzeuge sollen in der ersten Jahreshälfte 2020 an den Start gehen. Die Serienreife des Wasserstoff-Verbrennungsmotors streben Deutz und Keyou für 2021 / 2022 an.

Alvaro Sousa, CTO von Keyou, erklärt: "Unsere neue Keyou-inside H2-Verbrennungs-Technologie ist nicht nur kosteneffizient, robust und leistungsstark, sondern lässt sich dank ihrer hohen Skalierbarkeit optimal auf die Deutz Motorentechnik anwenden." Sein Kollege Thomas Korn, CEO von Keyou, sieht ein großes Interesse seitens der Flottenbetreiber, Verkehrsbetriebe und Logistikunternehmen. "Auch Off-Road melden sich namhafte Unternehmen bei Keyou, daneben gibt es konkrete Anfragen aus dem Schienensektor ebenso wie aus dem maritimen Segment."

Dr. Frank Hiller, Vorstandsvorsitzender der Deutz AG, spricht von einer zunehmenden Bedeutung von alternativen Kraftstoffen wie Wasserstoff. "Wir sehen in dieser Antriebslösung eine wertvolle Ergänzung unserer Elektrifizierungs-Strategie, und eine wichtige Säule für die emissionsfreie Mobilität der Zukunft."

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