Deutscher Logistik-Preis 2021

DB Cargo als stahlharter Klimaretter

DB Cargo mit Ellok Baureihe 187 im Einzelwagenverkehr Foto: Deutsche Bahn AG/Claus Weber

Der Bahnlogistiker DB Cargo gewinnt mit dem Stahlkonzern Voestalpine und dessen Tochtergesellschaften Logserv und Cargoserv den Deutscher Logistik-Preis 2021 der Bundesvereinigung Logistik (BVL).

Paukenschlag in Berlin. Auf dem Deutschen Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) in Berlin erhält in diesem Jahr erstmals eine Schienenlösung die begehrte Auszeichnung. Bei der Preisverleihung lobten der Jury-Vorsitzende Matthias Wissmann sowie der BVL- Vorstandsvorsitzende Prof. Thomas Wimmer das Projekt.

Großer Güterkreislauf für Stahl auf der Schiene

Das sogenannte „Bayern-Shuttle“ von DB Cargo sorgt dabei für eine klimafreundliche Versorgung der bayerischen Automobilindustrie und ihrer Zulieferer. Werktäglich in einem Güterkreislauf kommt Stahl per Bahn von Voestalpine im österreichischen Linz nach Nieder- und Oberbayern sowie in die Oberpfalz geliefert. Ziel: die großen Autohersteller der Region und ihre Zuliefererbetriebe. In die Gegenrichtung fahren Güterzüge Schrott aus den Autowerken ins Stahlwerk nach Linz. In Summe wird so jährlich mehr als eine halbe Million Tonnen bewegt. In Summe werden auf diese Weise im Vergleich zum Lkw rund 8.000 Tonnen an CO2 pro Jahr eingespart, heißt es seitens der Preisträger. Denn jeder Güterzug ersetze rund 52 Lkw.

So wird auch der Nachlauf grün

Zusätzlich hat Voestalpine bei DB-Cargo CO2-freien Bahnstrom und Logistikketten bestellt. Selbst CO2-Emissionen, die beispielsweise durch den Nachlauf per Lkw entstehen, werden durch den Einkauf von zusätzlichem „grünen“ Strom kompensiert. Auch der Logistikpartner Cargoserv nutze ausschließlich CO2-neutralen Strom auf dem österreichischen Streckenabschnitt. Doch auch im Vergleich zur herkömmlichen Bahnlogistik zeigt sich das „Bayern-Shuttle“ als Innovationstreiber: Würden die einzelnen Empfangsorte separat angefahren, würden pro Jahr in Summe 75.000 Leerlaufkilometer entstehen, hieß es.

Ganzzüge mit den Vorteilen von Einzelwagen

„Ganzzüge mit Einzelwagen-Vorteilen verknüpfen - das ist deutlich komplexer, als es klingt. Hier wurden für die Bahn ganz neue Prinzipien umgesetzt. Mehrere Endkunden werden aus einem Ganzzug bedient, bei meist schwankenden und schwer prognostizierbaren Transportbedarfen. Beeindruckend ist vor allem die massive Zeitersparnis beim Transport“, erklärte Wimmer. Und Wissmann ergänzte: „Das Konsortium DB Cargo hat unternehmensübergreifend gehandelt und es geschafft, Leerläufe, Zeit, Equipment, Ressourcen und Kosten zu sparen. Hier zeigt die Bahn, was Bahn an Logistik kann." Tatsächlich arbeitet der Zug sogar länderübergreifend, passiert der die Grenze zwischen Deutschland und Österreich ohne Austausch des Triebwagens. Auch das spart wiederum Zeit und Geld.

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