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Deutsche Post DHL reagiert

Prognose für 2020 gekippt

Deutsche Post DHL zu Lande, zu Wasser und in der Luft Foto: Deutsche Post DHL Group

Wirtschaftliche Eintrübung: Aufgrund der Corona-Krise kippt Deutsche Post DHL Group ihre Ergebnisprognose für 2020.

Aufgrund der weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie und der damit verbundenen fehlenden Transparenz über die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung hat die Deutsche Post DHL Group die Ebit-Prognose (Gewinn vor Zinsen und Steuern) für 2020 aufgehoben. Zwar hält der Vorstandsvorsitzende Frank Appel am mittelfristigen Ziel von mindestens 5,3 Milliarden Euro für 2022 fest – aktuell sei die Unterscheidung zwischen einem Pandemie-Effekt und einem darum bereinigten Ergebnis allerdings zunehmend schwierig und wenig sinnvoll.

Breitgefächertes Portfolio hilft

Dank der breiten geographischen Aufstellung und vielfältigen Logistikdienstleistungen die die Deutsche Post DHL Group robuster aufgestellt als manch anderes Unternehmen. Das helfe in der Krise. Dennoch gehe die wirtschaftliche Eintrübung, wie die Welt sie aktuell erlebe, nicht spurlos an dem Konzern vorbei.

Paket hui, Luft- und Seefracht pfui

Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickeln sich aktuell komplett unterschiedliche. Wobei es zusätzlich auch zu regionalen Unterschieden kommt. So verzeichnet der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland eine täglich steigende Zahl von Sendungen, deren Menge deutlich über dem Vorjahreszeitraum liegt. Bei DHL Express wiederum erholt sich zwar langsam der chinesische Markt – dafür kommt es nun in Nordamerika und Europa zu Einbußen. Eine ähnliche Entwicklung ist im Segment Global Forwarding/Freight zu beobachten: Vor allem im Bereich Luft und Seefracht komme es zu erheblichen Volumenrückgängen. Ähnlich sieht es im Geschäftsbereich Supply Chain aus, zu der die ebenfalls rückläufige Lagerlogistik gehört.

eCommerce Solutions uneinheitlich

Ein gänzlich uneinheitliches Bild bietet sich wiederum im Geschäftsbereich eCommerce Solutions: Dort verzeichnet Deutsche Post DHL vor allem in Spanien und Indien ein stark rückläufiges B2B-Volumen und Zusatzkosten, die auch durch ein insgesamt anziehendes B2C-Volumen nicht kompensiert werden könnten.

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