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Deutsche Post DHL erzielt Rekordergebnis Logistik ist durch den Ukraine-Krieg unter Druck

Deutsche Post DHL zu Lande, zu Wasser und in der Luft Foto: Deutsche Post DHL Group

Die Deutsche Post DHL Group erzielte 2021 ein Rekordergebnis, doch aktuell sind die Aussichten durch den Ukraine-Krieg eingetrübt.

Der Logistikkonzern Deutsche Post DHL Group hat die Zahlen für 2021 bekannt gegeben. Demnach steuerten im abgelaufenen Geschäftsjahr alle fünf Geschäftsbereiche ihren Beitrag zur besten Geschäftsentwicklung aller Zeiten bei.

Umsatz im Post-Konzern wächst um 22,5 Prozent

Der Umsatz des Konzerns legte im Vergleich zum Vorjahr um 22,5 Prozent auf 81,7 Milliarden Euro zu – der höchste Umsatz der Konzerngeschichte. Die Nachfrage nach Logistiklösungen des Konzerns erreichte letztes Jahr ein nach eigenen Angaben neues Allzeithoch. Treiber waren der signifikant angestiegene Welthandel sowie der anhaltend starke Onlinehandel. Das führte zu einer effizienteren Auslastung der Netzwerkkapazitäten. In der Summe ergab sich daraus ein Rekordergebnis von 8,0 Milliarden Euro (2020: 4,8 Milliarden Euro) und eine EBIT-Marge von 9,8 Prozent (7,3 Prozent). Der Konzern war damit so profitabel wie nie zuvor.

Auch der Unternehmensbereich „Post & Paket Deutschland“ steigerte Ergebnis und Umsatz. Das EBIT konnte auf 1,75 Milliarden Euro (1,6 Milliarden Euro) zulegen. Die Division transportierte 2021 über 1,8 Milliarden Paketen (1,6 Milliarden Pakete). Entsprechend positiv entwickelte sich der Umsatz auf 17,4 Milliarden Euro (16,5 Milliarden Euro) bei nahezu unveränderten Volumina im Geschäftsfeld Post Deutschland mit 14,2 Milliarden Briefen. Die EBIT-Marge lag mit 10,0 Prozent (9,7 Prozent) stabil auf Vorjahresniveau.

Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Im zurückliegenden Geschäftsjahr investierte der Konzern eine Rekordsumme von 3,9 Milliarden Euro in sein operatives Geschäft, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die meisten Investitionen flossen in die Modernisierung der Flugzeugflotte der Division Express sowie in den Ausbau der nationalen und internationalen Paket-Infrastruktur. Auch 2022 investiert das Unternehmen kräftig: Geplante Investitionen konzentrieren sich unverändert auf den Ausbau von Transport- und Sortierkapazitäten für die weiter steigenden Sendungsmengen sowie die digitale Transformation, die das Unternehmen weiter vorantreibt.

Dividende soll deutlich steigen

Vor dem Hintergrund der positiven Ergebnisentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 6. Mai 2022 vor, die Dividende von 1,35 Euro je Aktie im Vorjahr auf 1,80 Euro je Aktie in diesem Jahr anzuheben. Stimmen die Anteilseigner zu, würde der Konzern eine Gesamtsumme von 2,2 Milliarden Euro ausschütten. Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro beschlossen.

Ukraine-Krieg erschwert Prognose für 2022

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet der Konzern ein EBIT von acht Milliarden Euro mit einer Abweichung von fünf Prozent nach unten oder oben. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass der Onlinehandel seine Stärke beibehält und nach einer Normalisierungsphase sein strukturelles Wachstum fortsetzen wird. Nach der dynamischen Erholung des Welthandels im Verlauf des Jahres 2021 sollte sich das Wachstum in den globalen Logistikaktivitäten mit geringerer Geschwindigkeit weiter fortsetzen. Eine Entspannung bei den interkontinentalen Transportkapazitäten wird frühestens im zweiten Halbjahr 2022 erwartet.

„In unserer Prognose sind die derzeitig schwer abschätzbaren Auswirkungen des Konflikts in Osteuropa auf das globale Wirtschaftswachstum und die weltweiten Transportmärkte nicht enthalten. Jetzt geht es zunächst darum, den Menschen im Kriegsgebiet zu helfen, die Sicherheit aller unserer Beschäftigten zu gewährleisten und die globalen Lieferketten am Laufen zu halten“, erklärt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post DHL Group.

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