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Bahn im Krisenmodus

DB Cargo fährt riesigen Verlust ein

Foto: Matthias Rathmann

Trotz riesiger Verluste in der Halbjahres-Bilanz: DB Cargo sieht sich als CO2-Drücker und als Weg in eine umweltfreundlichere Zukunft.

Deutsche Bahn-Chef Richard Lutz sieht viel Potenzial für den europäischen Schienengüterverkehr. Klimafreundliche Logistikketten und CO2-neutrale Angebote seien angesichts des Klimawandels zunehmend relevant, sagte er bei der Präsentation der Halbjahresbilanz des Konzerns in Berlin. Die Corona-Krise aber hat den gesamten Konzern „in die schlimmste finanzielle Krise seit ihrem Bestehen gestürzt“, betonte er. Von Januar bis Juni lag der operative Verlust bei 1,8 Milliarden Euro, eine 1,4 Milliarden schwere Sonderabschreibung auf die DB-Tochter Arriva führte zu einem negativen Ergebnis nach Steuern in Höhe von 3,7 Milliarden Euro. Der Umsatz für das Gesamtjahr könnte auf bis zu 38,5 Milliarden Euro (2019: 44,4 Mrd Euro) sinken.

13 Prozent Minus bei DB Cargo

Die Verkehrsleistung bei DB Cargo ging um knapp 13 Prozent zurück. Der Schienengüterverkehr hat zwar beim Transport von Lebensmitteln und Pandemie-Artikeln zugelegt, gleichzeitig litt er aber erheblich unter dem zeitweiligen Stillstand in zahlreichen Schlüsselindustrien. Grundsätzlich werde es „eine ganze Reihe von Jahren dauern bis wir wieder auf Vorkrisenniveau sind“, betonte Lutz. Es sei wichtig, dass DB Cargo perspektivisch wieder profitabel werde, im ersten Halbjahr habe es hier jedenfalls keinen Wertkorrekturbedarf gegeben. Die Schiene sei auch im Güterbereich systemrelevant und habe das bei der Aufrechterhaltung grenzüberschreitendeer Verkehre zum Höhepunkt der Lockdowns in der Corona-Krise gezeigt.

Freude über DB Schenker

Als Lichtblick in düsteren Zeiten erscheint die internationale Logistiktochter DB Schenker . Trotz Umsatzeinbußen weist das Unternehmen ein Plus von 278 Millionen Euro aus. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Steigerung von 17 Prozent. Positives war auch in Sachen Pünktlichkeit zu verzeichnen: Durch die Pandemie bedingt weniger Verkehr auf der knappen Infrastruktur habe zu einer seit zwölf Jahren nicht mehr erreichten Bestleistung geführt, sagte Lutz.

Einsparen und ausgeben

Die Investitionen der Bahn in Modernisierung und Ausbau sind im ersten Halbjahr erneut gestiegen und erreichten mit 5,6 Milliarden brutto ein neues Rekordniveau und den höchsten Halbjahreswert der Unternehmensgeschichte. Grundsätzlich will die Deutsche Bahn aber auch sparen. Über den gesamten Konzern sollen es bis 2024 mindestens vier Milliarden Euro sein, die hälftig auf Personal- und Sachkosten verteilt werden sollen.

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