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Dekra

Sicher unterwegs im digitalen Zeitalter

Stefan Kölbl Foto: Thomas Küppers

Die Expertenorganisation Dekra hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 6,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gesteigert.

11.05.2017 Susanne Spotz

Im Fokus steht das Thema Digitalisierung. Sechs Prüflabore für das Internet der Dinge hat das Unternehmen in Betrieb genommen.


Nach wie vor steigt die Nachfrage nach Dienstleistungen rund um das Thema Sicherheit weltweit weiter an. Davon hat die Sachverständigenorganisation auch 2016 profitiert. „Die positive Entwicklung wird sowohl von der Digitalisierung getrieben als auch von generell steigenden Ansprüchen nach Sicherheit“, sagt Dekra-Vorstandchef Stefan Kölbl vor Journalisten in Stuttgart.


Der Konzernumsatz ist um 6,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro geklettert. Das Betriebsergebnis (Ebit) steigerte die Prüfgesellschaft um knapp zehn Prozent auf mehr als 220 Millionen Euro. Damit einher geht eine Zunahme der Beschäftigten. Mittlerweile arbeiten knapp 39.500 Menschen für Dekra. 2.700 mehr als ein Jahr zuvor.

Sechs neue Prüflabore


Allein sechs neue Prüflabore für den Bereich Digitalisierung hat Dekra seit Beginn 2016 eröffnet. Im Fokus stehe hier vor allem das Thema vernetztes Fahren, vernetzungsfähige Güter sowie Services rund um das Thema Industrie 4.0.

Wichtiger Geschäftsbereich Automotive

Tragende Säule des Unternehmens ist der Bereich Automotive. 2016 hat diese Sparte den Umsatz um 5,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gesteigert. 150 Millionen Euro fließen zudem in diesen Bereich aus periodischen Industrieprüfungen, klassische Fahrzeugprüfungen und Gutachten. Dekra Automobile bilanziert ein Plus um 3,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Insgesamt hat Dekra rund 26 Millionen Fahrzeuge geprüft und behauptet damit seine Weltmarktführerschaft.

Fahrzeugüberwachung der Zukunft

Das automatisierte und vernetzte Fahren wird künftig die Mobilität weltweit bestimmen. „Angesichts der rasanten Entwicklung bei elektronischen Assistenzsystemen und der Vision des automatisierten Fahrens muss sich auch die Fahrzeugüberwachung weiterentwickeln“, sagt Kölbl. Ideal wäre, wenn Dekra als Prüfgesellschaft Zugriff auf sicherheitsrelevante Fahrzeugdaten hätte. Nur dann können auch sicherheitsrelevante Systeme verändert werden, so Kölbl.


Neben der Forderung Fahrzeugdaten auslesen zu können, setzt sich Dekra für die Endrohrmessung am Fahrzeug ein. Das Bundesverkehrsministerium hat bereits grünes Licht für die Abgasmessung am Auspuff gegeben. Mitte des Jahres rechnet Dekra mit der Umsetzung.

Bereich Personell steigert Umsatz um 11,5 Prozent

Stärksten Umsatzzuwachs meldet die Sparte Personnel. Im vergangenen Jahr steigerte dieser Bereich den Umsatz um 11,5 Prozent auf 521 Millionen Euro. Dekra ist im Bereich Aus- und Weiterbildung als auch als Zeitarbeitsfirma aktiv. Die dritte Säule des Unternehmens, Dekra Industrial, hat mit 851 Millionen Euro Umsatz und somit einem Plus von 5,6 Prozent zum Konzernumsatz beigetragen. Darin bündeln sich die Bereiche Produktprüfungen und -zertifizierungen sowie Materialprüfung und Inspektion sowie Qualitätsmanagement. Künftig werde man etwa im Auftrag der Wi-Fi Alliance Prüfdienstleistungen rund um den Mobilfunkstandard LTE-U erbringen.
 
Auch 2017 wird das Unternehmen getrieben sein vom Thema Digitalisierung. 30 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Kompetenzen für das Internet der Dinge fließen. Dazu braucht es Menschen. Auch in diesem Jahr will die Prüfgesellschaft Mitarbeiter einstellen. Die 40.000er Marke soll fallen. Der langjährige Wachstumskurs soll fortgesetzt werden.
 

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