Daimler Buses und IVU

Digitalisierung im Fokus

Foto: Daimler AG

Schon seit einigen Jahren ist Daimler Buses im Bereich Telematik und Digitalisierung unterwegs. Neben der eigenen digitalen Omniplus ON Plattform geht das Unternehmen jetzt eine strategische Partnerschaft mit IVU Traffic Technologies ein, um die bestehenden Betriebsleitsysteme von Busbetreibern besser einzubinden.

Daimler Buses investiert weiter in die digitale Mobilität und steigt mit 5,25 Prozent bei der Berliner IVU Traffic Technologies AG ein. Verkäufer des Aktienpakets ist die gemeinnützige Gerlind & Ernst Denert-Stiftung des früheren IVU-Vorstands Prof. Dr. Ernst Denert. Mit dieser Beteiligung einher geht eine strategische Partnerschaft zwischen IVU und Daimler Buses, um integrierte Mobilitätslösungen für den öffentlichen Verkehr von morgen anzubieten, der vor großen Umbrüchen steht.

Ressourcenplanung und Flottenmanagement

Der öffentliche Verkehr unterliegt einem grundlegenden Wandel. Daimler Buses hat dabei drei Themen identifiziert, die die Verkehrswende maßgeblich prägen: zunehmende Vernetzung, Elektromobilität und digitale Mobilitätsdienstleistungen. Gemeinsam wollen die Partner innovative, integrierte Lösungen entwickeln, die weit über das eigentliche Fahrzeug beziehungsweise über das traditionelle IT-Verkehrssystem hinausgehen.

"Unsere Standardlösung IVU.suite ist eines der führenden Systeme für Ressourcenplanung und Flottenmanagement und schon heute für den öffentlichen Verkehr von morgen umfassend vorbereitet", erklärt Martin Müller-Elschner, CEO von IVU Traffic Technologies. "Durch die strategische Partnerschaft mit Daimler Buses schaffen wir Synergien für die Technologieentwicklung und stärken unsere internationale Marktpräsenz." Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses und Vorsitzender der Geschäftsführung EvoBus GmbH, ergänzt: "Insbesondere die Elektromobilität verändert die Bedingungen für alle Marktteilnehmer. Als führender Hersteller beraten wir unsere Kunden heute schon dabei, wie sie unsere Busse und insbesondere Elektrobusse optimal nutzen. Durch die Kooperation mit IVU stellen wir uns noch stärker als integrierter Systemanbieter für den öffentlichen Verkehr auf." Zur Busworld in Brüssel will Daimler dem Vernehmen nach erste spezialisierte Software-Anwendungen für seine Elektrobusse vorstellen.

Prof. Dr. Ernst Denert, von 2001 bis 2009 Vorstandsvorsitzender der IVU, sieht das Unternehmen auf einem guten Weg: "Als Vorstand und Großaktionär bin ich der IVU lange eng verbunden. Ich freue mich nun, die Aktien aus dem Besitz meiner Stiftung an einen hervorragend passenden Partner zu übertragen und damit die weitere Entwicklung der IVU zu unterstützen."

Omniplus ON: Die Vernetzung geht weiter

Ein wichtiger Meilenstein bei der Vernetzung der Daimler-Fahrzeuge ist auch das digitale Portal Omniplus ON. Alle bestehenden und neuen digitalen Dienstleistungen rund um den Bus wurden hier kompakt und nachhaltig gebündelt.

Im Jahr 2018 startete unter anderem Omniplus Uptime, eine telematische Fehlerauslese, die die Werkstattaufenthalte der Busse optimiert und Ausfälle gezielt vermeiden kann. "Der Service wird von unseren Kunden stark nachgefragt, weshalb wir ihn 2019 in viele weitere Märkten ausrollen," betont Till Oberwörder auf der Jahrepressekonferenz des Unternehmens. Weitere digitale Services wie Omniplus ON "monitor" (liefert dem Flottenmanager Echtzeit-Daten zu Fahrzeug und Fahrer, Start: März 2019), Omniplus ON "drive" (eine Smartphone-App, die dem Fahrer die gezielte Fernbedienung des Busses sowie eine Unterstützung der Abfahrtkontrolle ermöglicht, Start: Januar 2019) und Omniplus ON "commerce" (Online-Shop für Ersatzteile in Europa; Start: 3. Quartal 2019) stehen in den Startlöchern. Vorteil von "commerce": Das Modul kennt die jeweilige Busflotte genau, wählt die Teile richtig aus und prüft, ob sie beim bevorzugten Service-Partner vorrätig sind. Und das ohne den Bus oder das Disponentenbüro zu verlassen.

"Wenn man Vernetzung mit der intelligenten Auswertung von Echtzeit-Daten kombiniert, hat das Vorteile für alle. Das ist in Sachen Vernetzung natürlich noch lange nicht alles. Wir haben noch viele weitere Ideen", so Oberwörder.

Aus "moovel" wird "Reach now"

Erst letzte Woche verkündete Daimler, sein Unternehmen moovel, dass sich auf neue Konzepte im Bereich ÖPNV konzentriert, in das neue Mobilitäts-Joint-Venture mit BMW unter dem Label "Reach now" einzubringen.

Mit dem bisher als moovel bekannten Service nutzen heute schon mehr als 6,7 Millionen Menschen die Möglichkeit, einfach und direkt auf unterschiedliche Mobilitätslösungen innerhalb einer multimodalen Mobilitätsplattform zuzugreifen: Über die Apps von Reach now werden den Nutzern verschiedene Optionen angeboten, von A nach B zu gelangen. Nahverkehr-Tickets können direkt gebucht und bezahlt werden, ebenso Mobilitätsoptionen wie etwa CarSharing, Ride-Hailing oder Leihräder. Die Leitung von Reach now übernimmt Daniela Gerd tom Markotten als CEO. Chief Financial Officer ist Johannes Prantl.

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