Curtainsider mit weniger als fünf Tonnen

Schmitz Cargobull lässt die Pfunde purzeln

Foto: Schmitz Cargobull

Eigengewicht reduziert, Nutzlast erhöht: Wie Schmitz Cargobull beim S.CS Universal X-Light das Gewicht gegenüber einem Standard-Trailer um 1,2 Tonnen gedrückt hat.

Schmitz Cargobull hat die Pfunde purzeln lassen und einen Sattelcurtainsider mit einem Leergewicht von unter fünf Tonnen vorgestellt. Wie es das Eigengewicht von 4.975 Kilogramm am S.CS Universal X-Light realisiert hat, stellte das Unternehmen in einer Videokonferenz nun direkt am Produkt vor. Gewicht gespart haben die Konstrukteure zum Beispiel durch einen gelochten Langträger. Einen großen Effekt hat nach Angaben von Produktmanager Matthias Muffert ferner der Einsatz von Leichtbauteilen, konkret von Aluminium in den Querträgern. Die Aussparungen im Langträger und der Einsatz von Alu-Bauteilen bringen einen Gewichtsvorteil von bis zu 1,2 Tonnen gegenüber einem Standard-Curtainsider, heißt es gegenüber der Fachzeitschrift lastauto omnibus.

Verstärkte Plane beim Power Curtain-Aufbau

Latten zur Ladungssicherung schlagen auf der Waage ebenfalls nicht zu Buche, weil sie erst gar nicht erforderlich sind. Die verstärkte Plane übernimmt diese Aufgabe und hält die Ladung im Trailer zurück. Sie ist Teil des Power Curtain-Aufbaus, der nach Code XL zertifiziert ist und auch mit Getränkezertifikat zu haben ist. „Der Fahrer verliert durch den Power Curtain keine Zeit durch die Ladungssicherung und muss nicht am Fahrzeug herumklettern“, sagt Produktmanager Muffert.

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Abstriche bei der Qualität oder Haltbarkeit des Trailers müssen Flottenbetreiber seinen Angaben nach trotz Leichtbaus nicht machen. Der feuerverzinkte, gebolzte und durchgängig rollierte Langträger sei stabil und belastbar. Nach Angaben von Schmitz Cargobull ist das Verzinken der beste Oberflächenschutz, da weder ein- und ausfahrende Stapler noch Steinschläge bleibende Spuren hinterließen, heißt es. Auf die verzinkten Teile im Chassis bietet der Trailerhersteller zehn Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung.

Das sogenannte Chassis 2020 ist die Basis für eine Vielzahl an Anwendungen und Einsatzzwecken. Es ist an unterschiedliche Längen von 13,62 Meter (Standard-Trailer), 15 Meter (verlängerter Auflieger) oder 16,37 Meter (Auslandsmärkte) für unterschiedliche Anwendungen und Einsatzzwecke anpassbar – seien es Papier-, Coil- oder Automotive-Transporte in Mega-Ausführung. Ebenso eignet sich der Baukasten für unterschiedliche Gewichtsanforderungen.

Sattelauflieger ab Werk mit Telematik ausgerüstet

Profitieren die Planensattel von einem einheitlichen Chassis-Baukasten, gewinnen sie auch in anderer Hinsicht: Erstmals rüstet Schmitz Cargobull sie ab Werk mit der firmeneigenen Trailer-Telematik und dem Steuergerät Trailer Connect CTU3 aus. Ebenfalls fit mit Telematik macht der Hersteller auch seine Trockenfrachtkoffer S.KO Express. Bislang war IT-Intelligenz ab Werk das Privileg der Kühlfahrzeuge S.KO Cool. Flottenbetreiber können damit Positions- und Fahrzeugdaten abrufen und das Trailer Connect-Portal des Fahrzeugbauers mit allen dazu gehörigen Analysen beziehungsweise die entsprechenden Apps nutzen. Über Trailer Connect können Kunden eine Vielzahl weiterer Systeme integrieren, unter anderem gibt es Schnittstellen zu Kögel und neuerdings zu Krone Telematics. „Eine Plattform für sämtliche Trailer“ sei das Ziel, sagt Julian Schauerte, Produktmanager für den Bereich Telematik.

Waren die Kühltrailer schon früh mit Telematik unterwegs, bestand hier kein Handlungsbedarf. An anderer Stelle aber hat Schmitz Cargobull die Baureihe S.KO Cool weiterentwickelt.

Foto: Schmitz Cargobull
Blick ins Innere des S.KO Cool: Schmitz Cargobull hat die Luftzirkulation durch unterschiedliche Maßnahmen verbessert.

Carsten Krieger, Produktmanager für den Bereich Sattelkoffer, stellte ein neues Windkanalsystem vor, das die Kaltluft gleichmäßig und effektiv durch den Trailer führt. Bestandteile dieses Systems sind zum Beispiel flexible Hutzen. Die Verbindungen zwischen Kältegerät und Luftkanal seien robust und aus „anfahrresistentem Material“ hergestellt, heißt es. Im Luftkanal wiederum wurden der Luftfluss und die Luftzirkulation verbessert. Oberhalb und an den Seiten der Zirkulationswand verhindern Rückluftsperren, dass sich Kalt- und Warmluft mischen. Und im Fall von Multi-Temperatur-Transporten schließt und dichtet die Trennwand den Kältebereich effektiv ab. Die gleichmäßige Luftverteilung ist nach Schmitz Cargobull-Angaben auch Dekra-zertifiziert.

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