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Continental spaltet sich auf

Neue Unternehmensstruktur geplant

Foto: Marcus Prell/Continental

Der Technologiekonzern Continental baut seine Struktur in den nächsten beiden Jahren grundlegend um. Unter einer neuen Holding operieren künftig drei große Unternehmensbereiche.

Laut Continental wird sich das Geschäft unter der Holding namens Continental Group künftig in die Bereiche Continental Rubber, Continental Automotive und Powertrain gliedern. Die Berichtsstruktur und die neuen Bezeichnungen will der Konzern ab 2020 anwenden. Dazu bedarf es allerdings noch der Zustimmung des Aufsichtsrates. Der soll auch entscheiden, ob die heutige Division Powertrain unter neuer Firmierung und Leitung bis 2019 verselbständigt werden darf. Ein Teilbörsengang sei voraussichtlich ab Mitte 2019 möglich.

Unternehmensbereiche Continental Automotive, Continental Rubber

Bis 2020 will Continental demnach auch die bisherige Division Chassis & Safety und Interior neu formieren. Daraus gehen zwei Geschäftsfelder mit den Bezeichnungen Autonomous Driving Technologies und Vehicle Networking Technologies hervor, die künftig unter dem Unternehmensbereich Continental Automotive laufen. Beide unterstützt eine neu geschaffene zentrale Forschung und Entwicklung Automotive. Dort sollen dann laut Continental 12.000 bis 15.000 Ingenieure für Software und Hardware ein weltweites Entwicklungszentrum bilden. Weitere rund 17.000 Ingenieure verbleiben demnach in den Geschäftsfeldern Autonomous Driving Technologies und Vehicle Networking Technologies. Die beiden Divisionen Reifen – künftig Tire Technologies – und ContiTech fallen künftig unter den Unternehmensbereich Continental Rubber.

Unternehmensbereich Powertrain

Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats der Continental AG will der Konzern die heutige Division Powertrain unter neuer Firmierung Anfang 2019 verselbständigen. Die Leitung soll Andreas Wolf (57) übernehmen, aktuell verantwortlich für die Geschäftseinheit Body & Security in der Division Interior. Zu den Aufgaben von Powertrain gehört demnach neben dem Geschäft mit Verbrennungsantrieben und das Zukunftsgeschäft mit Hybrid- und Elektroantrieben sowie die Batterieaktivitäten. Ein Teilbörsengang für das neue Powertrain-Unternehmen könne ab Mitte 2019 stattfinden. Man beabsichtige jedoch nicht, die Kontrolle über das Geschäft aufzugeben.

Ziel: Massive Umsatzsteigerung

Insgesamt verfolge man mit der Neuordnung das Ziel, die Geschäfte auf profitables Wachstum zu programmieren und Wachstumspotenziale schneller auszuschöpfen. Im Automotive-Geschäft ohne die Division Powertrain rechnet Continental dank der Neuordnung mit einer Umsatzsteigerung von etwa 19 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf rund 30 Milliarden Euro im Jahr 2023.

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