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CNG-Lkw bei Aldi Süd

Langzeittest in Stuttgart gestartet

aldi, sued, brinkmeier, erdgas, lkw, emission, cng Foto: Aldi Sued 9 Bilder

Aldi Süd sendet einen von insgesamt vier Erdgas-Lkw zum Langzeittest auf die Straßen in und rund um Stuttgart. Im alltäglichen Warenverkehr soll sich zeigen, ob das Modell als klimaschonende Alternative zu Diesel-Modellen geeignet ist.

Der Erdgas-Lkw ergänzt die Flotte der Aldi Süd Regionalgesellschaft Aichtal, die bislang aus 14 Diesel-Lkw bestand. Er wird künftig schwerpunktmäßig im Großraum Stuttgart unterwegs sein sowie im gesamten Einzugsgebiet der Regionalgesellschaft mit den Landkreisen Böblingen, Calw, Esslingen, Göppingen, Reutlingen und Tübingen.


 

Der offizielle Startschuss zum Test fiel nun an der Aldi Süd Filiale im Einkaufszentrum „Das  Gerber“ in der Stuttgarter City. „Wir begrüßen, dass Aldi Süd eine umweltschonende und damit zukunftsweisende Technologie erprobt. Dies passt hervorragend zu Maßnahmen wie dem Luftreinhalteplan“, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Gegenüber trans aktuell betonte Kuhn, gegenwärtig stehe noch nicht fest, welcher Antrieb sich letztlich durchsetzen werde. Noch sei man in der Erprobungsphase.

Klimaschutzpolitik bei Aldi

Matthias Brinkmeier, Geschäftsführer der Aldi Süd Regionalgesellschaft Aichtal, pflichtete dem Stuttgarter OB bei: "Der Test findet grundsätzlich in Ballungsräumen statt, in denen die Grenzwerte für Stickoxide besonders oft überschritten wurden. Um den Ausstoß gesundheits- und umweltschädlicher Abgase zu minimieren, kommt es neben der innovativen Fahrzeugtechnik auch auf eine ausgefeilte Tourenplanung an."

Der Erdgas-Lkw beliefert durchschnittlich etwa fünf bis acht Filialen am Tag. "Die regional verfügbaren und für Lkw geeigneten Erdgastankstellen ohne Umwege zu erreichen, ist eine große Herausforderung", betonte Brinkmeier. "Hierzulande bieten nur etwa sechs Prozent der Tankstellen Erdgas an – und nicht alle lassen sich mit Sattelzügen nutzen." Der Erdgas-Lkw wird künftig an CNG-Tankstellen in Stuttgart-Vaihingen und Metzingen betankt.

CO2-Emissionen
Vom Einsatz der Erdgas-Lkw verspricht sich Aldi Süd einige Vorteile. Bei der Nutzung von fossilem Erdgas lassen sich den Angaben nach CO2-Emissionen verglichen mit einem Diesel-Lkw um etwa 16 Prozent senken. Außerdem verursachen die Testfahrzeuge laut Aldi Süd 99 Prozent weniger Feinstaub, 70 Prozent weniger Stickoxide und deutlich weniger Lärm.
 
Für das Logistik-Projekt arbeitet Aldi Süd mit Partnern zusammen. Iveco liefert die Fahrzeuge. Die 400 PS starken Lkw (Modell Iveco Stralis NP) sind mit Auflieger 16,5 Meter lang und können mit bis zu 130 Kilogramm komprimiertem Erdgas (CNG) betankt werden. Mit etwa 22 Kilogramm CNG pro 100 Kilometer beträgt die Reichweite etwa 500 Kilometer. Der Auflieger wurde von Schmitz Cargobull produziert. Die Transportkälteanlagen zur Kühlung der Waren, die ebenfalls vom Erdgasmotor des Zugfahrzeugs mit Strom versorgt werden, stammen von Frigoblock Grosskopf aus Essen.

E-Lkw

Neben den Erdgas-Lkw testet Aldi Süd ab Herbst auch einen Elektro-Lkw im Warenverkehr. Das Fahrzeug soll zu 100 Prozent mit Strom aus Wasserkraft und Energie aus Fotovoltaikanlagen von Aldi Süd versorgt werden. Der Test soll mindestens mindestens vier Jahre dauern. Einsatzgebiet ist das westliche Ruhrgebiet.

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