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Car2Share Cargo

Carsharing wird auch im Transporter salonfähig

Daimler AG / Car2Share Cargo Foto: Daimler

Carsharing-Angebote sind im Personenverkehr schon seit Jahren erfolgreich. Nun ziehen die Transporter nach.

Nach einer Testphase betreibt Daimler seine Plattform Car2Share Cargo nun dauerhaft mit der Berliner Tafel. Grundsätzlich ist Car2Share Cargo laut Daimler ein digitales Fuhrpark- und Fahrermanagementsystem und besteht aus drei Modulen. Basis ist der "Smart Van", also der intelligente Transporter. Dieser – entweder Mercedes-Benz Vito oder Sprinter – kann mit der zugehören App geöffnet oder geschlossen werden. Der Schlüssel bleibe im Fahrzeug, was eine aufwändige Schlüsselübergabe unnötig mache. Der Fahrer bekommt automatisch alle Aufträge aufgelistet. Der IT-Dienstleister tiramizoo schlage dann die optimale Tourenplanung zu jedem Ziel vor. Ein weiteres Modul namens "Courier Assist" diene dem digitalen Flottenmanagement und unterstützt bei der Fuhrparkverwaltung und Einsatzplanung. Das dritte Modul, "Virtual Fleet", ermöglicht es dem Nutzer, je nach Auslastung zusätzliche Fahrzeuge zu buchen und so Spitzen abzufangen. Gleichzeitig könne die Nutzung so minutengenau abgerechnet werden.

Carsharing auf Transporter übertragen

"Mit dem free-floating Carsharing Dienst car2go hat Daimler ein Konzept für den Personenverkehr geschaffen", sagt Dirk Reimelt, Projektleiter bei Daimler Business Innovation. "Für uns war es die logische Konsequenz, dies auf den Güterverkehr zu übertragen – mit Car2Share Cargo. Wir sind froh, mit der Berliner Tafel einen Partner gefunden zu haben, der uns bei der Pilotierung dieses Konzeptes unterstützt."

Die Tafel verteilt laut Daimler pro Tag bis zu sechs Tonnen Lebensmittel. Vor der Carsharing-Zeit habe man den Auslieferungsprozess größtenteils manuell gestaltet. Deshalb waren die Routen oft ineffizient. Eine fehlende Fahrzeugzuweisung habe den Vorgang oft sehr zeitintensiv gemacht. "Wir merken jetzt schon das enorme Einsparpotenzial an Kraftstoff und Zeit", sagt Robert Hedram, Leiter der Logistik bei der Berliner Tafel. "Außerdem ist die Zufriedenheit unserer sozialen Einrichtungen gestiegen, da die Lebensmittelspenden in einem besseren Zustand ankommen und auch die Fahrer sind dankbar, mit dieser modernen Technik arbeiten zu dürfen." Neben Berlin stößt Daimler auch nach Karlsruhe vor. Im Pilotprojekt "Kalix – Karlsruhe liefert’s fix" nutze man das System, zusammen mit Partnern wie der City Initiative Karlsruhe oder dem IT-Logistik-Anbieter tiramizoo, um Einkäufe noch am selben Abend gesammelt nach Hause zu liefern.

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