Bosch

Fahrerarbeitsplatz der Zukunft

Bosch, Fahrerkabine Foto: Tom Gonsior

Vernetzt, elektrifiziert und automatisiert: Bosch zeigt auf der Bauma den "Fahrerarbeitsplatz der Zukunft" für Baufahrzeuge und -maschinen.

"Kameratechnik, moderne Sensorik und Displaytechnik verbessern die Sicherheit und somit die Produktivität", weiß Andrew Allen, Leiter des Bereichs Construction bei Bosch. Wie der Fahrerarbeitsplatz der Zukunft aussehen könnte, zeigt das Zulieferunternehmen mit dem Projekt "Cab Conect Cluster", an dem weitere Zulieferer, die technische Hochschule Dresden und der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik beteiligt sind.

Body-Computer mit verringerten Relais und Verbindungen

Zu den zentralen Bestandteilen der Fahrerkabine gehören Umfeld- und Kamera-Sensorik sowie die Display- und Terminaltechnik. Kern des elektronischen Konzepts ist der sogenannte Body-Computer, der mit einer verringerten Zahl an Verbindungen, Relais und Sicherungen arbeiten und somit weniger anfällig sein soll. Er lässt sich individuell programmieren und dem jeweiligen Einsatzgebiet anpassen. Über CAN, LIN oder direkt steuert er zentral Aktorik und Sensorik. Displays in der Kabine als Ersatz für die Außenspiegel sorgen für den "digitalen Schulterblick" und sollen den toten Winkel verkleinern.

Vollständigen Rundumblick mit Ultraschall-Sensoren

Ultraschall-Sensoren übernehmen das Erfassen des Umfelds. Dem menschlichen Auge sind sie weit überlegen, besonders bei schlechtem Licht oder bei Nacht sowie ungünstiger Perspektive. Für jeden einzelnen Sensor lassen sich Messdistanzen festlegen. Insgesamt bietet die Umfeld-Sensorik einen vollständigen Rundumblick und zeigt Hindernisse auf dem Display an. Zur zentralen Nutzer-Schnittstelle gehört neben dem sieben Zoll großen Display mit Touchscreen ein Terminal, dessen Bedienung über Tasten vorgesehen ist.

Frei programmierbares Terminal

Das Terminal soll ebenfalls frei programmierbar und universell einsetzbar sein. Ein Joystick mit der Bezeichnung 4THE5 erweitert die Schnittstelle. Er lässt sich beispielsweise zum Steuern einer Kippbrücke oder Schaufelbewegung einsetzen und sich gleichzeitig auch mit Funktionen des Terminals wie Scheibenwischer, Kamerasystem oder Kabinenbeleuchtung. belegen, die dann über Druckknöpfe ausgewählt werden.
 

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