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BMVI startet "Zukunftsbündnis Schiene"

Deutschlandtakt soll auch Güterverkehr helfen

Schienengüterverkehr Foto: Matthias Rathmann

Mit einem "Zukunftsbündnis Schiene" will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den Eisenbahnbereich auf Vordermann bringen. Dazu beitragen soll unter anderem ein vertakteter Zugfahrplan für ganz Deutschland.

An dem Zukunftsbündnis beteiligen sich nach Angaben des Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) Politik, Wirtschaft und Verbände. Bei einem Treffen stellte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) jetzt den Gutachterentwurf für einen Zielfahrplan des Deutschlandtakts vor.

"Der Deutschlandtakt macht das Bahnfahren pünktlicher, schneller und die Anschlüsse direkter und verlässlicher", sagt Scheuer. Das Ziel des Zukunftsbündnis Schiene: "Gemeinsam wollen wir bis 2030 die Zahl der Fahrgäste verdoppeln und mehr Güter auf die Schiene holen. Wir wollen den Wow-Effekt und Bahnfahren als Leidenschaft".

Der Deutschlandtakt ist einer Mitteilung zufolge ein abgestimmter, vertakteter Zugfahrplan für ganz Deutschland, von der regionalen Strecke bis hin zu den Hauptverkehrsachsen. So soll auf allen Hauptachsen künftig alle 30 Minuten ein Zug fahren, optimierte Anschlüsse und passgenauer Infrastrukturausbaue sollen für kürzere resiezietn sorgen. Der Deutschlandtakt soll auch für den Güterverkehr Vorteile bringen, etwa durch spezielle Trassen und den gezielten Infrastrukturausbau. In Abstimmung mit dem deutschlandtakt sollen ab 2020 auch Infrastrukturmaßnahmen realisiert werden, bis 2030 soll der Deutschlandtakt voll umgesetzt sein.

Weitere Ziele des Zukunftsbündnis Schiene sind demnach der Ausbau der Kapazitäten durch Investitionen in Netz, Technik (ETCS) und Elektrifizierung, die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene durch eine flexiblere Bahn zu stärken, etwa durch weiterentwickelte Regeln zur Trassenvergabe, die Lärmemissionen zu senken und die Digitalisierung, Automatisierung und innovationen zu fördern.

Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, kritisiert, dass für einen Ausbau der Schieneninfrastruktur, der für den Deutschlandtakt notwendig ist, nicht genügend Mittel vorhanden sind: "Im Haushaltsentwurf für 2019 und den Folgejahren stagnieren die Mittel für den Neu- und Ausbau des Schienennetzes de facto auf niedrigem Niveau, während beim Straßenbau ständig neue Mittel bereitgestellt werden. Scheuers Konzept für den Deutschland-Takt fehlt der notwendige infrastrukturpolitische Unterbau."

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Jan Bergrath, Experte für Fahrerthemen Jan Bergrath Journalist
Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
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