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BMU und UBA vergeben Preise

Ausgezeichnete Distribution bei Dachser

Foto: Dachser 13 Bilder

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat Logistikprojekte für eine nachhaltige Innenstadtlogistik ausgezeichnet.

Ausgezeichnete Arbeit: Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat fünf Projekte mit zusammen 70.000 Euro prämiert, die einen Beitrag zu einer klimafreundlichen Logistik in Städten leisten. Der Wettbewerb fand zum ersten Mal statt, zu ihm hatten das Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) gemeinsam aufgerufen.

Einziges Unternehmen neben zwei Hochschulen und einer Kommune unter den Preisträgern ist der Logistikdienstleister Dachser, der für sein Konzept zur emissionsfreien Stückgut-Distribution in Stuttgart ausgezeichnet wurde. Weitere Preise gingen an das Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg, die Technische Hochschule Nürnberg und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund, das gleich zwei Preise bekam.

Anlass für den Wettbewerb sei der wachsende Lieferverkehr, erklärt das BMU, der auch auf den wachsenden Online-Handel zurückzuführen sei. Der wachsende Verkehr geht mit wachsenden Emissionen einher – seien es Stickoxide, Lärm oder Treibhausgase. Innovative Logistikkonzepte könnten helfen, diesen Herausforderungen zu begegnen, teilt das Ministerium mit und weist zugleich darauf hin, dass Nutzfahrzeuge für fast ein Fünftel der innerstädtischen Stickoxide verantwortlich sind.

Krautzberger: Zeit, dass solche Logistikprojekte eingeführt werden

Umweltministerin Schulze sagte, die eingereichten Beiträge zeigten spannende Ansätze, die zu einer Verkehrswende in den Städten beitrügen. Insgesamt wurden 76 Projekte eingereicht, eine siebenköpfige Expertenjury wählte daraus die besten aus. Auch UBA-Präsidentin Maria Krautzberger zeigte sich von den eingereichten Projekten angetan. „Es ist an der Zeit, dass solche nachhaltigen Logistikkonzepte flächendeckend in unseren Städten eingeführt werden“, betonte sie.

Jeder der vier Preisträger darf sich über jeweils 16.000 Euro freuen, für den Fraunhofer-Ansatz gab es einen Sonderpreis von 6.000 Euro. Und das sind die ausgezeichneten Projekte:

  • Geräuscharme Nachtlogistik: Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) zeigt auf, dass durch Nutzung von leisen Elektro-Lkw auch die Nacht zur Belieferung genutzt werden kann. Weil die Straßen dann frei sind, sinken die Fahrzeiten der Touren um 20 bis 40 Prozent, entsprechend niedriger ist der Energieverbrauch.
  • Intelligente City-Logistik Altstadt: Das Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg untersucht in dem Projekt im Zeitraum von 1. Oktober 2018 bis 30. September 2021, wie Lastenräder auf der letzten Meile Entlastung bringen können. Die Kuriere holen ihre Ware an entsprechenden Mikrodepots ab, eingebunden sind unterschiedliche Kep-Dienstleister.
  • Emissionsfreies Liefergebiet für Stückgutsendungen in Stuttgart: Der Logistikdienstleister Dachser zeigt in dem im Juli begonnenen Projekt auf, wie Stückgutsendungen klimafreundlich zum Kunden kommen – und das Ganze in einer schadstoffgeplagten Kommune mit zusätzlich anspruchsvoller Topographie. Zum Einsatz kommt eine Kombination aus Mikrohubs, Lastenrädern, die für palettierte Ware geeignet sind, und Elektro-Lkw – wie bald auch der eActros von Daimler.
  • Pilotprojekt zur nachhaltigen Stadtlogistik in Nürnberg: Auch bei diesem Leuchtturm-Projekt, das von April 2016 bis Oktober 2017 ging, stand die Kombination aus Mikrohubs und Lastenrädern als Beitrag zu einer emissionsfreien Citylogistik im Mittelpunkt. Eine Besonderheit dabei war, dass die Technische Hochschule Nürnberg als Projektverantwortliche die Mikrodepots in Bestandsimmobilien einrichten ließ, sodass keine zusätzlichen Flächen benötigt wurden.
  • Smart City Loop: Das Projekt des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) aus Dortmund zielt darauf ab, Transporte von City-Hubs am Stadtrand zu Mikro-Hubs in der Innenstadt unterirdisch per Rohrleitung abzuwickeln. Die letzte Meile übernehmen dann auch hier Lastenräder.
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