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BLS Cargo legt Bilanz für 2017 vor

BLS Cargo fordert Konsequenzen aus Rastatt

Foto: BLS Cargo

Der Schweizer Kombi-Operateur BLS Cargo hat den finanziellen Schaden durch die siebenwöchige Sperrung der Rheintalstrecke nach eigenen Angaben weitgehend ausgleichen können.

Trotz des entgangenen Umsatzes und der Mehrkosten sei es gelungen, ein verbessertes Jahresergebnis zu erzielen, teilte das Unternehmen aus Bern am Montag mit. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 203 Millionen Schweizer Franken (173 Millionen Euro), der Jahresgewinn um mehr als das Doppelte auf 3,5 Millionen Franken (drei Millionen Euro). Doch sank die Zahl der eingesetzten Züge um 88 auf 17.529.

Rastatt-Sperrung zeigt Verletzlichkeit der Schiene

"Rastatt war eine riesige Herausforderung für uns", erklärte BLS-Cargo-Chef Dirk Stahl. "So etwas darf nie mehr passieren", betonte er. "Darauf setzen wir uns auf nationaler und internationaler Ebene ein." Die Streckenunterbrechung habe die Verletzlichkeit des Schienen- und Verkehrssystems gezeigt.

BLS Cargo fordert verbesserte Baustellen-Abstimmungen

Als Reaktion darauf fordert BLS Cargo eine verbesserte internationale Abstimmung von Bauarbeiten sowie vorbereitete Notfall- und Krisenkonzepte. Zusätzlich gelte es Standards zu schaffen hinsichtlich Zuglängen, -höhen und -gewichten. Es brauche aber auch einheitliche Anforderungen an Loks und Lokführer. "So sollte beispielsweise Englisch zur offiziellen Zweitsprache auf dem Schienennetz werden, um den Einsatz von Lokführern flexibler zu gestalten", heißt es.

SNCF übernimmt 45 Prozent der BLS Cargo-Anteile

Der Intermodalspezialist BLS Cargo hat die Rastatt-Krise dadurch gemeistert, indem er etwas mehr als die betroffenen Verkehre über Ausweichachsen umleitete – sowohl über Singen als auch mit dem Partner SNCF zusammen über Frankreich. SNCF ist seit dem vergangenen Jahr mit einem Anteil von 45 Prozent der zweitgrößte Anteilseigner von BLS Cargo. Der Firmenmutter BLS gehören 52 Prozent, dem italienischen Logistikdienstleister Ambrogio drei Prozent.

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