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BGL startet Vorteilswelt - neuer Aufsichtsrat

BGL stellt sich neu auf

Foto: Matthias Rathmann

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) stellt sich neu auf. Lesen Sie hier, was alles geplant ist.

Neue Angebote, neue Strukturen, neue Köpfe: Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) erfindet sich teilweise neu. In den vergangenen Monaten hat das Präsidium mit den Landesverbänden die Weichen für eine grundlegende Neuausrichtung gestellt. Sie zielt darauf ab, die Effizienz durch eine verbesserte Kostensituation zu erhöhen und die Mitgliedschaft durch weitere Dienstleistungen und Mehrwerte attraktiver zu machen.

BGL:Hauptgeschäftsführer Prof. Engelhardt: Wir wollen zusätzliche Services anbieten

Ein fundamentaler Einschnitt ist die geplante Ablösung des Präsidiums durch ein neues Gremium, was die Entscheidungen beschleunigen und das Ehrenamt entlasten soll. „Wir wollen nicht mehr nur als politische Interessenvertretung wirken, sondern den Mitgliedern künftig zusätzliche Services und Dienstleistungen anbieten“, fasst es BGL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Dirk Engelhardt im Gespräch mit trans aktuell zusammen.

Auch nach außen hin wird sichtbar, dass sich im Haus des Straßenverkehrs in Frankfurt viel getan hat – etwa durch ein geplantes neues Logo, das dynamischer wirkt und bei der Mitgliederversammlung am 24. und 25. Oktober in Berlin präsentiert wird. In diesem Rahmen stimmen die Delegierten dann über das Reformpaket ab. Grundlage für den Umbau beim BGL ist eine neue Satzung. „Ein abgestimmter Entwurf liegt bereits vor“, berichtet Engelhardt. Zweimal habe die dafür einberufene Satzungskommission unter Vorsitz von BGL-Präsident Adalbert Wandt und ihm getagt.

An die Stelle des Präsidiums tritt ein Aufsichtsrat, der den künftigen Vorstand kontrolliert

Wandt und seine Präsidiumskollegen werden nicht mehr zur Wiederwahl antreten. An die Stelle des Präsidiums tritt ein Aufsichtsrat, der sich aus maximal sechs Unternehmern zusammensetzt. Noch stehen die Kandidaten nicht fest. Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, das hauptamtliche Leitungsgremium – aus der Hauptgeschäftsführung wird in dem Zuge ein Vorstand – zu beraten und kontrollieren.

Der Aufsichtsrat soll nach Bedarf zusammenkommen. Es wird keine festen Sitzungstermine mehr geben. „Das entlastet ein Stück weit die Unternehmer, die wegen des gestiegenen Arbeitsaufkommens immer stärker in ihren Betrieben gebraucht werden“, sagt Engelhardt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Pauschalen, sondern pro Meeting ein Sitzungsgeld.

Ein weiterer Beitrag, um die finanzielle Lage zu verbessern, sind räumliche Veränderungen: Im November zog der Landesverband des Berliner und Brandenburger Verkehrsgewerbes (LBBV) in die BGL-Repräsentanz nach Berlin, im Juni der Fachverband Güterkraftverkehr und Logistik Hessen ins Haus des Straßenverkehrs zum BGL.

Von den kurzen Wegen und der besseren Verzahnung profitierten die beiden Landesorganisationen und der BGL gleichermaßen, bilanziert Engelhardt. Überhaupt ist es ihm wichtig, die Kommunikation mit den Landesverbänden zu stärken. Ebenfalls stärken will er die Rolle der Ausschüsse und Gremien. „Wir wollen keine Politik aus dem Elfenbeinturm machen, sondern das Sprachrohr unserer Mitglieder sein“, sagt er. „Dafür müssen wir sie hören und einbinden.“ Was die Mitglieder betrifft, geht der BGL fortan neue Wege. „Wir werden uns für assoziierte Mitglieder öffnen, um den Netzwerkgedanken zu stärken“, kündigt Engelhardt an.

BGL-Vorteilswelt mit zahlreichen rabattierten Produkten und Dienstleistungen

Diese Partner wiederum erhalten Zugang zu den BGL-Betrieben und können ihnen spezifische Angebote machen. Dafür können sie auch den neu geschaffenen digitalen Marktplatz des Verbands nutzen. In dieser „BGL-Vorteilswelt“ finden Unternehmer eine Vielzahl an Produkten und Dienstleistungen – vom Pkw für sich und ihre Mitarbeiter über mobile Fahrerunterkünfte, IT-Pakete bis hin zu Alarm- oder Spiegeleinstellplanen. Alle Angebote müssen besonders rabattiert sein, was ein weiterer Anreiz für eine Mitgliedschaft ist.

Einen festen Platz in dem Online-Shop haben die Brummi-Welt mit einer Vielzahl an Werbeartikeln zum aufgefrischten Sympathieträger des Verbands sowie Bildungsangebote; neu sind ab Herbst Studiengänge mit Schwerpunkt Logistik an der Steinbeis Business Academy.

Digitalkompetenz zeigt der BGL auch in Zusammenarbeit mit den Straßenverkehrsgenossenschaften (SVG) und der Kravag-Versicherung. Die Vorbereitungen für ein gemeinsames Logistik-Portal seien auf einem guten Weg, im November soll die Plattform, die eine gemeinsame Startseite aller drei Partner und gemeinsame Services vorsieht, scharf geschaltet werden. Es tut sich also gewaltig etwas – ein Sommerloch kennt der BGL jedenfalls nicht.

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Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
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