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Belieferungsstrategien für Kep-Dienstleister

Paketzustellung abhängig vom Stadtteiltyp

KEP Fahrzeuge Foto: Matthias Rathmann

Wie sieht die Paketzustellung der Zukunft aus? Diese Frage kann einer allein nicht lösen, sondern muss von Logistikern und Verkehrsplanung gemeinsam beantwortet werden, so eine Studie  der Frankfurter University of Applied Sciences (UAS).

Ergebnis des Projekts sind Handlungsempfehlungen für mögliche Belieferungsstrategie, die sich nach den Stadtteiltypen richten. Für den Stadtteiltyp City etwa empfehlen die Wissenschaftler eine zweistufige Distribution: Zum einen werden Fahrzeuge oft als Depots genutzt, da Fahrer zur Sendungszustellung oft weite Wege laufen müssen. Weitere Anforderungen sind zum anderen eine hohe Kundendichte, ein hoher Anteil an Haltevorgängen sowie schlechte Parkmöglichkeiten. 

Zweistufige Distribution in der City


Die erste Distributionsstufe sollte demnach durch Diesel- und Elektrofahrzeugen vollzogen werden, in der zweiten Distributionsstufe sollte ein Lastenfahrrad zum Einsatz kommen, da dies flexibel und wendig agieren könnte. Das selbe empfehlen die Forscher auch für Mischgebiete; für die Stadtteilgebiete Wohnen, Gewerbe und Industrie gibt es andere Empfehlungen. Weitere Handlungsempfehlungen sind etwa eine Neustrukturierung der Fahrzeuge – Fächer statt Postleitzahlen-Gebiete – sowie eine tägliche Anpassung der Zustellgebiete aufgrund der tagesaktuellen Paketmenge.
 
Die Forschungsgruppe unter Leitung von Prof. Kai-Oliver Schocke (Logistik) und Prof. Petra Schäfer (Verkehrsplanung) hat für ihre Untersuchung zu Belieferungsstrategien der Zukunft unter anderem die Daten von 40 Belieferungstouren bei vier KEP-Dienstleistern erhoben sowie Fahrer, Abteilungs- und Niederlassungsleiter befragt. "Die Kombination von Verkehrsplanung und Logistik ergab neue Lösungsansätze für die KEP-Branche", so Prof. Schocke in einer Mitteilung der Frankfurter UAS. "Unsere Handlungsempfehlungen verbinden Effizienz und Wirtschaftlichkeit für die KEP-Dienstleister mit der Verträglichkeit für Anwohner und Kommunen. Wir haben deshalb nicht nur mit den Dienstleistern, sondern auch mit den Kommunen zusammengearbeitet."
 

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