Bauma 2019

Schmitz Cargobull setzt auf Digitalisierung

Foto: Schmitz Cargobull

Schmitz Cargobull stellt auf der Bauma in München vom 8. bis 14. April 2019 digitale Lösungen für das Bausegment vor.

Vom 8. bis 14. April 2019 findet mit der Bauma die weltgrößte Baumaschinen-Messe in München statt. Mit dabei ist auch Schmitz Cargobull (SCB), die sich am Messestand B4.313 mit einem digitalen Fokus präsentieren. Hierfür zeigt der Fahrzeugbauer aus Gotha unter anderem die aktuelle Variante der Smartphone-Fernsteuerung S.KI Control.

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Schmitz Cargobull präsentiert sein Fahrzeugprogramm für die Baustelle auf der Bauma 2019 in München. Darunter die Smartphone-Fernsteuerung S.KI Control.

Smartphone-Steuerung S.KI Control für Sattelkipper

Die App ist nach Angaben von SCB so aufgebaut, dass der Fahrer auf übersichtlichen Screens alle notwendigen Informationen erhält. Zusätzlich werde der Fahrer automatisch bei Gefahrensituationen gewarnt. Der Leistungsumfang der S.KI Control App beinhalte dabei einen Knickwinkel-, Seitenneigungs- und Kippwinkel-Assistent. Sensoren kontrollieren dabei die jeweiligen Parameter, um ein sicheres Abkippen der Mulde zu gewährleisten. Ist der Knickwinkel zwischen Zugmaschine und Sattelkipper zu groß, der Böschungswinkel zu steil, oder die Gewichtsverteilung innerhalb der Mulde in einem kritischen Bereich, warnt die App den Fahrer optisch und akustisch und das System bricht den Kippvorgang bei Bedarf ab.

Weitere Sicherheits-Feature der S.KI Control App ist das integrierte Wiegesystem, das das Fahrzeug vor Überladung schützen soll, sowie ein Reifendruck-Assistent, dass die aktuellen Fülldrücke dokumentiert, mit den vordefinierbaren Sollwerten vergleicht und bei Abweichungen selbsttätig wieder auffüllt. Ebenfalls sicherheitsrelevant ist die Rückraumüberwachung der S.KI Control App mit der laut Hersteller Personen- und Anfahrschäden reduziert werden können.

Für ein Plus an Komfort sorgt die Fernsteuerungsoption für den elektrischen Unterfahrschutz und das elektrische Schiebeverdeck, die sich laut Hersteller über die S.KI Control App ansteuern lassen. Das spare Zeit an der Abladestelle und verringere das Verletzungsrisiko des Fahrers. Ebenfalls per App steuerbar ist die Luftfederung i-Level eines entsprechend ausgerüsteten SCB-Kippers.
Die App verfügt nach Angaben des Unternehmens zudem über eine Memory-Funktion, die eine Programmierung verschiedener Entladeniveaus möglich macht. So könne der Fahrer das Luftfederniveau für den Straßenfertiger-Einsatz voreinstellen. Darüber hinaus erkennt das System den Schlupf an der Antriebsachse der Zugmaschine und verbessert die Traktion über die automatische Betätigung der Liftachse beziehungsweise der Luftbalg-Entlüftung der ersten Achse.

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Schmitz Cargobull präsentiert sein Fahrzeugprogramm für die Baustelle auf der Bauma 2019 in München. Darunter die hauseigene Telematiklösung Trailer Connect.

S.KI Smart Plus – Telematik für den Kipper

Auf der BAUMA 2019 stellt SCB zudem den Sattelkipper S.KI Smart Plus mit neuer Trailer-Telematik aus. Die hauseigene Trailer-Telematik Trailer Connect habe sich nach bei Sattelcurtainsidern und Kühlaufliegern bereits fest im Markt etabliert, beim Transport von Schüttgütern gewinne Telematik durch die intelligente Vernetzung und Diagnostik, lückenloser Dokumentation und die zentrale Anzeige und Bedienung nach Einschätzung des Unternehmens aber ebenfalls immer mehr an Bedeutung. Neben der Ermittlung der EBS-Betriebsdaten, dem Bewegungssensor und dem WiFi-Interface, stehen beim S.KI Smart Plus weitere und neue optionale Funktionen zur Verfügung. Darunter ein Bremsbelag-Verschleißanzeige, ein Reifendruckkontrollsystem, das Reifendrucknachfüllsystem PSI sowie ein Präzisionskilometerzähler, der mit Hilfe eines ABS-Sensors und dem GPS-Signal des Fahrzeugs eine präzise Laufleistung berechnet - auch bei nicht gestecktem EBS-Spiralkabel.

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Schmitz Cargobull präsentiert sein Fahrzeugprogramm für die Baustelle auf der Bauma 2019 in München. Darunter die thermoisolierte Stahlrundmulde S.KI SR.

Neues Isolierungskonzept für den S.KI SR

Neben digitalen Lösungen stellt SCB aber auch Weiterentwicklungen im Bereich Fahrzeugbau vor. Hierzu gehört unter anderem die thermoisolierte Stahlrundmulde S.KI SR, bei der durch eine Neugestaltung des Isolierungsaufbaus, eine segmentierte Isolierung der Seitenwand möglich wird. Dies gelingt, weil das Isoliermaterial und das Außenblech nicht mehr miteinander verbunden sind. Somit lassen sich nach Angaben des Unternehmens beschädigte Segmente einfacher austauschen. Als Isoliermaterial soll zudem ein Dämmschaum auf organischer Basis zum Einsatz kommen. Ein weiterer Vorteil des segmentierten Aufbaus sei zudem die einfache Demontage der Isolierung vor Schweißarbeiten in der Mulde (z.B. dem Einschweißen eines Verschleißbleches), so dass eine Beschädigung des Isoliermaterials vermieden werden kann. Das Modellprogramm Stahl-Rundmulde mit Thermoisolierung umfasse dabei die Varianten der Systemlänge SR 7.2 für das Volumen von 24 m3 und 27 m3 (Bauhöhe 1.460 und 1.660 mm), die Systemlänge SR 8.2 für das Volumen von 27 m3 (Bauhöhe 1.460 mm) sowie auch für den 2-Achs-Sattelkipper S.KI 18 7.2 mit der Bauhöhe von 1.460 mm. Ergänzend dazu stehen dabei verschiedene Boden- und Seitenwand-Kombinationen zur Auswahl (Seitenwände 3,2 / 4,0 / 5,0 mm, Boden 4,0 / 5,0 / 6,0 mm). Zudem könne der Kunde zwischen verschiedenen Rückwandklappenvarianten und Verdeck-Systemen wählen.

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Schmitz Cargobull präsentiert sein Fahrzeugprogramm für die Baustelle auf der Bauma 2019 in München. Darunter den Motorwagenkippaufbau M.KI .

Elektrisch bedienbares Schiebeverdeck für den Motorwagenkippaufbau M.KI

Ebenfalls neu im SCB-Programm ist das hauseigene elektrische Schiebeverdeck für den Motorwagenkippaufbau M.KI, das Kunden künftig optional ab Werk ordern können. Das soll laut Hersteller die Arbeitssicherheit für den Fahrer erhöhen und Zeit an der Abladestelle erhöhen. Das Schiebeverdeck ist für Muldenhöhen ab 1.460 mm und Muldenlängen von 5.500 mm oder 5.800 mm lieferbar.

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Schmitz Cargobull präsentiert sein Fahrzeugprogramm für die Baustelle auf der Bauma 2019 in München.

Kunststoffauskleidung für die Aluminiumkastenmulde S.KI Volume AK

Abgerundet wird die Bauma-Präsenz von SCB durch eine neue Kunststoffauskleidung für die Aluminiumkastenmulde S.KI Volume AK. Zum Einsatz komme dabei der Werkstoff OKULEN®, der nicht nur die Abrasion innerhalb der Mulde verhindern, sondern auch ein schnelleres und rückstandsfreie Abkippen ermöglichen soll. Dies ermöglicht laut Hersteller einen reduzierten Kippwinkel und verringert das Risiko, dass der Sattelauflieger beim Kippvorgang zur Seite kippt, weil das Schüttgut nicht gleichmäßig abläuft. Die neue Kunststoffauskleidung ist in zwei seitlichen Höhen (300 mm und 900 mm) lieferbar. Zur Auskleidung der Mulde werden 12,5 mm (SKI 7.2 und 8.2) bzw. 10 mm (SKI 9.6 und 10.5) starke Kunststoffplatten in der Mulde schwimmend verlegt, verschweißt und im vorderen Bereich an Boden und Stirnwand verschraubt. Mit der Weiterentwicklung des Sattelkippers S.KI VOLUME AK will SCB nach eigenen Angaben auf die steigende Nachfrage nach Fahrzeugen für den Volumentransport speziell von Agrarprodukten reagieren. Die Kunststoff-Auskleidung ist laut SCB für den deutschen Markt beim Bundesamt für Güterverkehr „De-minimis“ förderfähig.

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