Bauma 2019

Baustellenfahrzeuge von Fliegl

Foto: Fliegl

Der Trailerhersteller Fliegl präsentiert sich auf der Bauma in München vom 8. bis 14. April 2019 im Schulterschluss mit Hangler Fahrzeugbau. Das auf der größten Baumaschinenmesse der Welt ausgestellte Portfolio reicht von Kippsattelaufliegern, über Tiefladeanhänger, bis hin zum teleskopierbaren Drei-Achs-Plateau-Auflieger für Baustoffe.

An den Messeständen FN. 826/1 und FN. 721/9 präsentiert der Trailerhersteller Fliegl und die 2017zugekaufte Hangler Fahrzeugbau ihr Portfolio für die Baubranche im Schulterschluss auf der weltgrößten Baumaschinenmesse in München.

Foto: Knut Zimmer
Mit Blick auf die Nutzlast schickt Fliegl den 4.000 Kilogramm leichten Aluminiummuldenkipper DHKA ins Rennen.

Muldenkipper aus Aluminium und Stahl

Mit Blick auf die Nutzlast schickt Fliegl den leichten Aluminiummuldenkipper DHKA ins Rennen. Ausgestattet mit dem Curved-Chassis – ein Chassis ohne Eckflächen, das sowohl das Eigengewicht des Trailers reduzieren, die vertikal auf die Sattelplatte wirkenden Kräfte besser übertragen, für eine höhere Kippstabilität sorgen und einen größeren Rangierspielraum zwischen Auflieger und Zugmaschine ermöglichen soll – bringt der Auflieger nach eigenen Angaben lediglich 4.000 Kilogramm Eigengewicht auf die Waage. Und dass, obwohl das gesamte Chassis aus Stahl und nicht aus Aluminium gefertigt ist. Schlüssel hierzu ist lauf Fliegl ein neues Leichtbaukonzept. Für einen besseren Cw-Wert und einem damit reduzierten Spritverbrauch sollen Luftleitbleche und eine konisch geformte Mulde sorgen.

Foto: Knut Zimmer
Auf der Bauma ergänzt Fliegl das Stonemaster-Portfolio um eine 4.500 Kilogramm leichte Variante

Fliegl Stone Master für schweren Abraum

Für raue Baustelleneinsätze stellt Fliegl auf der Bauma ein Upgrade der Stahlkippmulde Stone Master vor. Ebenfalls mit dem Curved-Chassis ausgestattet bringt die Trailer bei 25 Kubikmeter Ladevolumen ein Eigengewicht von 5.500 Kilogramm auf die Straße. Mit einer geringen Muldenhöhe von 1.450 Millimetern will Fliegl sogenannten Baustellenverkehren Tribut zollen, deren zurückgelegte Fahrdistanz auf der Straße höher ist als auf der Baustelle. Vorteil: die Mulde ragt somit nicht über die Fahrerkabine, so dass sich der Luftwiderstand reduziert und der damit verbundene Spritverbrauch um bis zu acht Prozent sinken soll. Für mehr Sicherheit auf der Baustelle selbst soll eine optionale Voll-LED-Beleuchtung und zusätzliche Rückfahrscheinwerfen sorgen. Nebst Sicherheit hat Fliegl beim Stone Master auf Komfort geachtet. Ein automatisches Achslift soll das Anfahren auf losem Untergrund erleichtern, gleiches gilt für die automatische Absenkung beim Kippvorgang. Abgerundet wird das Komfortpacket durch ein elektrisches Schiebeverdeck, dass sowohl am Auflieger selbst als auch via Fernbedienung betätigt werden kann.

Foto: Fliegl
Der dreiachsige Tieflade-Anhänger DTS 300 von Fliegl.

Fliegls Tiefladeanhänger DTS 300

Nicht minder robust geht es beim Fliegl dreiachsigen Tieflade-Anhänger DTS 300 von Fliegl zu. Mit einem Eigengewicht von 5.400 Kilogramm stemmt der Dreiachser laut Hersteller eine Nutzlast von 18.500 Kilogramm. Eine Gesamtlänge von 5.900 Millimetern, eine Aufbauhöhe von 860 Millimetern und rund 20 Zurrpunkt-Paare ermöglichen den Transport von hohem Baugerät, auch in Überbreite. Möglich machen das laut Fliegl ausziehbare 70 Millimeter starke Holzbohlen, mit denen das Fahrzeug eine Gesamtbreite von 3.000 Millimetern erreicht. Der DTS 300 verfügt über einen Rampenwinkel von acht Grad. Da der Rahmenhals auch über das Drehgestell der Vorderachse befahrbar ist, kann die gesamte Länge des Fahrzeugs genutzt und damit auch mehrere Maschinen hintereinander transportiert werden. Der Tieflade-Anhänger ist laut Hersteller in unterschiedlichen Varianten erhältlich. Möglich macht das ein Baukastensystem, das von einer Auflastung von bis zu 60 Tonnen über Lenk- und Liftachsen bin hin zu einer Teleskopierung reicht.

Foto: Hangler
Der dreiachsige Tieflade-Anhänger DTS-H 300 von Hangler.

Fliegl DTS 300 vs. Hangler DTS-H 300

Kunden mit individuelleren Austattungswünschen werden in Sachen Tiefbett-Anhänger bei der Fliegl-Tochter Hangler fündig. Nicht nur die Namensähnlichkeit des Hangler DTS-H 300 zeigt, dass hier der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Mit einem Leergewicht von 6.200 Kilogramm und einer Nutzlast von 17.800 Kilogramm bewegt das der Hangler DTS-H 300 in der gleichen Gewichtsklasse wie sein Pendant, der Fliegl DTS 300. Wie auch beim Fliegl Fahrzeug sorgt eine klappbare Heckabstützung für ein Plus an Beladungsstabilität. Die Stärke der österreichischen Konzerntochter sind jedoch individuelle Kundenlösungen auf Premiumbasis. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der Ladungssicherung. Ein Paar fünf-Tonnen Zurrlöcher im Außenrahmen und fünf Paar zehn-Tonnen Klapp-Zurrösen, eingelassen im Außenrahmen des Tiefbetts sowie weitere fünf Paar Rungentaschen ermöglichen hier die Transportsicherung von schwerem Gerät. Die Achsen werden laut Konzern mit einem Laser eingemessen und montiert, was den Verschleiß und den Kraftstoffverbrauch reduzieren soll. Zudem steht eine Achslasterkennung via CAN-Bus zur Verfügung. Zudem lassen sich laut Hersteller auch lange Baumaterialien transportieren. Maßgeschneiderte Lösungen wie Rampen nach Kundenwunsch aber auch unterschiedliche Achskonfigurationen, Baggerstielmulden, und diverse Staufächer und eine Verbreiterung auf 3.000 Millimeter durch ausziehbare 50 Millimeter starke Holzbohlen runden das Individualisierungsprogramm ab.

Foto: Hangler
Der drei-Achs-Plateau-Auflieger TS von Hangler.

Hangler TS – Premium für die Baustelle

Dass Hangler unter dem Fliegl-Dach seine Premium-Strategie fortsetzt zeigt sich auch beim Hangler TS für den Transport von Baumaterialien wie Baustahlmatten oder Langmaterial. Der 7.200 Kilogramm schwere teleskopierbare Drei-Achs-Plateau-Auflieger mit einer Gesamtlänge von 13.850 Millimetern lässt sich in 500-Millimeter-Abständen um 4.000 Millimeter ausziehen. Hierzu werden laut Hangler einfach die beidseitigen pneumatischen Bolzenverriegelungen per Knopfdruck geöffnet. Bei eingebremsten Trailerachsen fährt der Fahrer seine Zugmaschine langsam einige Schritte nach vorne. Dabei zieht sich die Verlängerung des Hangler TS aus. Ist die gewünschte Fahrzeuglänge erreicht, betätigt der Fahrer die pneumatische Arretierung erneut und das Teleskop ist beidseitig verriegelt. Um das so verlängerte Fahrzeug inklusive Last sicher manövrieren zu können hat Hangler den TS mit einer Nachlauflenkachse mit automatischer Rückfahrsperre ausgestattet. Eine aus der Zugmaschine schaltbar Liftachse rundet das Achsprogramm ab. Diese kann auch als Anfahrhilfe eingesetzt werden. Durch das Liften erhöht sich der Satteldruck und die Zugmaschine findet auch bei schlüpfrigen Boden genug Traktion.

Foto: Knut Zimmer
Der Tandem-Anhängers TSK 119 von Fliegl.

Curved Chassis im kleinen Fahrzeugsegment

Exklusiv für die Bauma stellt Flieg zudem die neue Generation des Tandem-Anhängers TSK 119 vor. Das 2.600 Kilogramm leichte Fahrzeug mit einer Nutzlast von 9.500 Kilogramm verfügt erstmals über das hauseigene Curved Chassis, das für mehr Stabilität sorgen soll. Zudem hat Fliegl bei der Landehöhe Hand angelegt und diese um 50 Millimeter auf 900 Millimeter reduziert. Ein Integralluftkessel dabei sorgt in beladenem Zustand für eine gleichbleibende Bodenfreiheit.

Foto: Knut Zimmer
Beim Tandem-Anhängers TSK 119 von Fliegl hält das Curved Chassis Einzug in die leichte klasse.
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