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BAG-Marktbeobachtung

Deutliches Wachstum auf der Straße

Foto: Monika? - Pixabay

Der Straßengüter- und der Schienenverkehr haben im vergangenen Jahr um 1,5 beziehungsweise 1,1 Prozent zugelegt, während die Binnenschifffahrt wegen der Trockenheit mit einem Minus abschnitt. Das geht aus der Marktbeobachtung 2018 des BAG hervor.

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat die Erkenntnisse der verkehrsträgerübergreifenden Marktbeobachtung im Jahresbericht 2018 zusammengefasst. Demnach erhöhte sich die im Straßen-, Schienen- und Binnenschiffsgüterverkehr beförderte Gütermenge im Vergleich zum Jahr 2017 nach vorläufigen Angaben insgesamt um 0,4 Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Tonnen; die Verkehrsleistung im Inland sank um 0,6 Prozent auf rund 472,9 Milliarden Tonnenkilometer (ohne Straßengüterverkehr gebietsfremder Fahrzeuge in Deutschland).

Angesichts überdurchschnittlicher Zuwächse baute der Straßengüterverkehr seinen Anteil am Modal Split im Jahr 2018 auf insgesamt 74,2 Prozent aus, während der Anteil der Binnenschifffahrt am Modal Split auf 6,8 Prozent sank; der Anteil des Schienengüterverkehrs bleibt dabei mit 19 Prozent annähernd unverändert.

Straßengüterverkehr:

Nach Angaben des BAG erzielte der Straßengüterverkehr mit deutschen Lkw erzielte im Vergleichszeitraum einen Mengenanstieg um 1,3 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Tonnen beziehungsweise einen Leistungsanstieg um 1,5 Prozent auf rund 295,2 Milliarden Tonnenkilometer.

Zwar stiegen dem Bericht zufolge die Umsätze im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 5,4 Prozent, wozu neben dem Anstieg der Beförderungsnachfrage –vor allem im Binnenverkehr – auch die Entgeltsteigerungen beitrugen. „Allerdings ging das Umsatzwachstum vielfach nicht mehr mit einer weiteren Verbesserung der nach wie vor als überwiegend positiv bewerteten Ertragslage einher“. Ursachen waren hierfür die deutlichen Kostensteigerungen bei Personal und Kraftstoff, die nicht immer vollumfänglich oder erst zeitverzögert auf die Beförderungsentgelte umgelegt werden konnten.

Schienengüterverkehr:

Der Schienengüterverkehr erreichte laut der Marktbeobachtung einen Leistungszuwachs von 1,1 Prozent auf 130,8 Milliarden Tonnenkilometern, die Beförderungsmenge legte um 0,4 Prozent auf rund 402,7 Millionen Tonnen zu.

Im Schienengüterverkehr wuchs der Branchenumsatz im Jahr 2018 um rund 4,5 Prozent, resultierend aus Nachfragezuwächsen und steigenden Entgelten. Kostensteigerungen beim Personal und für Energie belasteten aber laut der Marktbeobachtung viele Eisenbahnverkehrsunternehmen, „die sich trotz einer vielfach stabilen oder verbesserten Auftragslage und guter bis sehr guter Kapazitätsauslastung in Gesprächen mit dem Bundesamt angesichts niedriger Gewinnspannen mit ihrer Ertragslage zumeist unzufrieden zeigten“. Die im Jahr 2018 im Rahmen der Umsetzung des Masterplans Schienengüterverkehr angelaufene Trassenpreissenkung wurde nach Angaben von Marktteilnehmern in der Regel zumindest in Teilen an die Auftraggeber der Eisenbahnverkehrsunternehmen weitergereicht. Das BAG erwartet zudem, dass 2018 erstmals private Eisenbahnen zusammen mehr als 50 Prozent an der Schienengüterverkehrsleistung in Deutschland erreicht haben werden.

Binnenschifffahrt:

Die Binnenschifffahrt schnitt aufgrund sehr niedrige Wasserstände im Sommer und Herbst infolge langanhaltender Trockenheit mit einem dicken Minus ab: Die auf deutschen Wasserstraßen beförderte Gütermenge sank im Vergleich zum Jahr 2017 um 11,1 Prozent auf rund 197,9 Millionen Tonnen, die Verkehrsleistung nahm um 15,5 Prozent auf rund 46,9 Milliarden Tonnenkilometer ab. Der Anteil der Binnenschifffahrt am Modal Split fiel damit im Jahr 2018 unter sieben Prozent.

Trotz hoher Mengen- und Leistungsrückgänge entwickelte sich der Branchenumsatz in der Binnenschifffahrt – ebenso wie im Straßen- und Schienengüterverkehr – im Jahr 2018 erneut positiv. Grund hierfür waren der starke Anstieg der Frachtraten und eine hohe Nachfrage nach Schiffsraum während der Niedrigwasserphase. Auf Jahressicht zeigten sich daher vor allem die in der Rheinschifffahrt tätigen Unternehmen in Gesprächen mit dem Bundesamt mehrheitlich mit ihrer Ertragssituation zufrieden.

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