Autopromotec

Branchentreff in Bologna

Autopromotec 2019 Foto: Knut Zimmer 4 Bilder

Auf der Autopromotec 2019 vom 22. bis 26. Mai zeigte sich jedes Unternehmen, das im Nachmarktgeschäft Rang und Namen hat. Dabei rückten die schweren Nutzfahrzeuge noch stärker in den Fokus der Veranstalter – die sich mit den Besucher- und Ausstellerzahlen zufrieden zeigten.

Die Autopromotec wächst. Nachdem bereits 2017 rund 113.600 Fachbesucher nach Bologna geströmt waren, um sich auf fünf Bereichen des Außengeländes und in vierzehn Hallen über Entwicklungen zu informieren, waren es Ende Mai dieses Jahres 119.108 Fachbesucher. Zudem öffnete die Bologna Fierre drei weitere Hallen, so dass sich insgesamt 1.676 Firmen aus 53 Ländern präsentieren konnten. Wie 2017 spielten Zukunftsthemen auf der traditionsreichen Fachmesse für Werkstattausrüstung und Nachmarkt eine tragende Rolle. Vor zwei Jahren hatte auf der Demonstrations- und Diskussionsplattform Officina 4.0 noch das smarte Fahrzeug im Zentrum der dort präsentierten Zukunftsvision gestanden. 2019 nahmen die Veranstalter mit Officina X.0 den Status quo des Werkstattgeschäfts ins Visier, um die Rolle der Digitalisierung und Prozessvernetzung zu hinterfragen. Hierbei wurde vor allem das sogenannte Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) als Entwicklungsgrundlage für neue Werkzeuge und Dienstleistungen identifiziert.

Foto: Knut Zimmer
Nutzfahrzeuge gewinnen auf der Autopromotec immer mehr an Bedeutung. Scania legte im Außenbereich Wert auf die hauseigenen alternativen Antriebskonzepte.

Zukunft der Werkstattbranche im Visier

Dass die digitale Zukunftsmusik bereits heute schon gespielt wird, demonstrierte die Autopromotec im Hybrid & ADAS Village, einem Außengelände, auf dem Vorführungen und Tests der neuesten Generation von Assistenzsystemen für Hybridfahrzeuge zu sehen waren. Für Renzo Servadei, CEO der Autopromotec, bestätigte diese moderne Technologie, aber auch Fachinformationen und Weiterbildung, dass die Zukunft nicht nur bereits begonnen hat, sondern der Independent Aftermarket vor den Herausforderungen einer digitalen Zukunft bestehen kann. "Neue Treibstoffe, Fahrerassistenzsysteme, ein neues Mobilitätskonzept und stetig steigendes Umweltbewusstsein stellen bedeutende Herausforderungen, aber auch Chancen für diejenigen dar, die in der Lage sind, daraus das Beste zu machen", so der Branchenkenner. Dass die Zukunft jedoch nicht nur digital stattfindet, sondern auch von der Kompetenz eines geschulten Fachpersonals getragen wird, zeigte sich an den zahlreichen Ständen für Reifenservicetechnik. Das mag der Nähe der Messe zum AIRP, dem italienischen Verband der Reifenrunderneuerer, geschuldet sein. Interessant war es jedenfalls, unter den deutschen Ausstellern die deutsche Reifenfachmesse The Tire Cologne zu finden, für die der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) als Schirmherr fungiert.

Foto: Knut Zimmer
Der Stuttgarter Zulieferer Mahle stellte seine italienische Tochter Brainbee in den Focus seiner Standpräsenz.

Deutsche Hersteller im Schulterschluss

Doch auch deutsche Werkstattausrüster zeigten Präsenz auf der Autopromotec, darunter Beissbarth und die italienische Unternehmensschwester Sicam, die sich nach dem Verkauf durch Bosch 2018 als Base-Gruppe (Beissbarth Automotive Service Equipment) an einem Gemeinschaftsstand präsentierten. Eine Taktik, die in Bologna viele deutsche Unternehmen praktizierten. Etwa Maha: der Maschinenbauer aus Haldenwang präsentierte sich im Windschatten des lokalen Partners Sipav. Doch ganz gleich, ob mit eigener Präsenz oder im partnerschaftlichen Schulterschluss, die meisten Aussteller werden sich schon mal den 26. Mai 2021 in die Messekalender eintragen, denn dann wird die Autopromotec wieder ihre Tore öffnen – zum inzwischen 29. Mal.

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