Autohof Neuenkirchen/Vörden an der A1

Ruhige Übernachtung auf dem Land garantiert

Truckstop, Neuenkirchen, Vörden, A1,  Außenansicht Foto: André Sahorn 5 Bilder

Ein Betrieb in bester Autohof-Tradition ist die Esso-Station bei Haselünne im schönen Emsland.

Schon seit 1950 gibt es hier an der B 213, unweit von Meppen, einen Anlaufpunkt für Fernfahrer, der sich großer Beliebtheit erfreut. „Wir haben zu 85 Prozent Stammgäste hier“, erzählt Seniorchef Josef Brümmer. Der heute 67-Jährige hat den Autohof vor 23 Jahren übernommen, nachdem er zuvor 20 Jahre zur See gefahren war. Schon zu dieser Zeit war er mit dem damaligen Betreiber Willi Schürmann gut befreundet und hatte Gefallen gefunden an der typischen Atmosphäre eines Autohofes.

Chef ist gut informiert

Er hört sich einfach gerne die Geschichten der Fahrer an und ist dadurch auch ziemlich gut informiert, was in der Transportbranche so läuft. Im Wechsel zum Digitaltacho beispielsweise erkennt er eine deutliche Zunahme des Drucks. Die elektronische Kontrolluhr hatte sogar einen gewissen Einfluss auf die Besuche seiner Stammgäste. Zehn Jahre nachdem sein Freund Willi zum Autohof Vechta wechselte und die Veda-Vereinigung für Autohöfe gründete, ankerte Josef endgültig in Haselünne und verwirklichte seinen Traum als Autohof-Betreiber.
Viele aus dem Team sind fast schon genauso lange hier. Frohnatur Frank Römann aus der Tankstelle etwa oder auch Elfi Möller vom Restaurant-Service.

Statt Wohnzimmer

Viele Fahrer schätzen die herzliche Art des Teams, aber für Josef ist das ohnehin eine Selbstverständlichkeit. „Wir müssen den Fahrern hier fern der Heimat das Wohnzimmer ersetzen“, sagt er. Dazu gehört auch eine Hilfsbereitschaft, die oft über das erwartete Maß hinaus geht und daraus haben sich auch schon viele Freundschaften ergeben. „Wer hierher kommt und ein Problem mitschleppt, kann sich immer an uns wenden. Wenn wir im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen können, machen wir das auch“, sagt Josef.

Stammgäste parken umsonst

Umso trauriger war Jupp, wie ihn manche Fahrer nennen, als sein Parkplatz zeitweise vollgestellt war mit Leuten, die überhaupt keinen Bezug zu seinem Autohof hatten, nicht einmal ins Haus kamen und oft genug auch noch eine Menge Müll hinterließen. Erst als er mit Parkgebühren „drohte“, wurde das besser. Doch seine Stammgäste bezahlen weder für Parken oder Duschen Geld. Sie freuen sich über das wahre Geheimnis des Autohofs: die Küche. „Wir machen hier alles selber“, erzählt Juniorchef Christian Brümmer. Seine Mutter Carmen weist die Köche ein, Fertigprodukte sind tabu, nicht einmal Soßenbinder sind erlaubt. Futtern wie bei Muttern ist also angesagt in Haselünne und die Gäste sind begeistert. Dazu halten sich auch die Preise noch in Grenzen, schließlich zählen ja die Lieblingsgäste auch nicht zu den Großverdienern. Und ein Gast, der zufrieden ist und gerne wiederkommt, ist den Brümmers allemal lieber, als der schnelle Euro und dann ein Nimmerwiedersehen.


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