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Autohof Eisenach

Ein Riese

Truckstop-Autohof Eisenach Foto: Gundel Jacobi 6 Bilder

An der A 4 zwischen Frankfurt und Erfurt können die Fernfahrer ­direkt bei Eisenach Haltmachen – und auf jeden Fall die begehrte Thüringer Bratwurst verzehren.

08.10.2015 Gundel Jacobi

Marcus Bellersen steht an der Shell-Tankstelle der Nordseite und zeigt auf die Südseite, wo eine zweite Tankstelle liegt: "Es handelt sich hier um eine der größten Anlagen in Deutschland." Das war für ihn auch ein Grund, in diesem Jahr die Eisenach-Betriebsleitung zu übernehmen: Trotz seiner 33 Jahre ist er beinahe schon ein alter Hase im Geschäft, da er bereits in der Raststätte Rhön entsprechende Erfahrung gesammelt hat.

Er wächst und wächst immer weiter

Auf dem Eisenacher Gelände mit den zwei gro­ßen Arealen zum Tanken, den 400 Lkw Stellplätzen auf vier Flächen, dem Restaurant Trucker-Stube, einem Schnellrestaurant und dem Zollamt ist natürlich etwas mehr los. ­Äußerlich zeugt noch einiges von der ehemaligen Grenzstation zwischen Thüringen und Hessen – sogar ein Wachturm steht noch in Sichtweite. Die Betonplatten sollen 2016 der Vergangenheit angehören, außerdem werden die Zufahrten übersichtlicher gestaltet.

Vom schmucklosen Charme vergangener Tage zeugt auch das fünfstöckige Hauptgebäude, in dessen oberster Etage einst ein Panoramacafé zum Verweilen einlud. "Mit unserer im letzten Jahr renovierten Trucker-Stube im Erdgeschoss sind die ­Gäste sehr zufrieden", erklärt Bellersen und verweist zusätzlich auf den abgetrennten Raucherbereich.

Ein Autohof mit Wohlfühlfaktor

Tankstellenleiter Rainer Degenhardt ist seit 1991 vor Ort und weiß, dass die Fernfahrer die tunnelartig überdachten Zapfanlagen schätzen: "Da wird auch beim heftigsten Regenschauer keine Haarspitze nass." 

Wer zum ersten Mal zur Rast auf den gro­ßen und auf zwei Ebenen angelegten Hof fährt, braucht ein paar Minuten, um sich zurechtzufinden. Und wer eine Umgebung mag, bei der die Zeit ein klein wenig stehen geblieben ist, der kann sich hier richtig wohl fühlen.

Der Koch empfiehlt

"Den selbst gemachten Barbecue-Burger mit 180 Gramm Rinderhackfleisch, würziger Barbecue-Soße, Röstzwiebeln, Speck und Pommes für 10,99 Euro. So einen selbst gemachten Burger mögen die Fernfahrer als Energiespender an warmen Sommertagen. Wenn es richtig heiß ist, mache ich auch gerne mal eine erfrischend kalte Gurkensuppe. Ich arbeite hier seit 1991 und weiß ganz genau, welches Essen unsere internationalen Gäste mögen. Bald ist es Herbst, dann stehen wieder unsere Thüringer Wildgerichte auf der Speisekarte."

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